Es gibt nichts Schlimmeres als den Krieg. Deshalb wird er gern verbrämt. Seit die Römer den „gerechten Krieg“ erfanden, werden Kriege für hohe, hehre, heilige Ziele geführt.
Angeblich. Tatsächlich ist das nur Firnis, der die kalte Realität überdeckt: Es geht um Geld, Macht, Einfluss.
Beim Ukraine-Krieg ist das nicht anders.
Unter dem Boden der Ukraine lagern rare Erden, auf dem Boden spriesst Getreide. Und dann gibt es eine Branche, die immer verdient: die Rüstungsindustrie.
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Entsprechend aufschlussreich wären Kontakte zwischen Waffen und Politik, entsprechend gerechtfertigt sind die Anfragen zweier deutscher EU-Abgeordneter.
Einer wollte von EU-Chefin Ursula von der Leyen Auskunft über ihre Beziehungen zur Rüstungslobby; einer von Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, über allfällige Provisionen, die sie von der Industrie erhält.
Der eine wartet seit nunmehr sieben Monaten auf eine Antwort, der andere musste sich im Plenum von Strack-Zimmermann als Analphabet abwatschen lassen, der mit Dreck wirft.
Was zeigt uns das? Keine Antwort ist auch eine Antwort.