Musiker Nemo gibt seine ESC-Trophäe zurück – aus Protest gegen die fortgesetzte Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest. Auf Instagram erklärte der Schweizer, der Wettbewerb stehe für Einheit, Inklusion und Würde für alle, doch diese Werte würden durch die Entscheidung der Europäischen Rundfunkunion (EBU), Israel 2026 erneut zuzulassen, verletzt. Nemo verweist darauf, dass die UN-Untersuchungskommission Israels Vorgehen als Völkermord eingestuft habe.
JESSICA GOW / KEYSTONE
Vor einer Woche hatten die EBU-Mitgliedssender in Genf für die israelische Teilnahme gestimmt. Fünf Länder – darunter Spanien und die Niederlande – zogen daraufhin ihren Rückzug vom ESC in Wien in Erwägung oder kündigten ihn bereits an. Nemo kritisierte, der ESC werde wiederholt dazu genutzt, das Image eines Staates zu beschönigen, während die EBU zugleich auf dem angeblichen Unpolitischsein des Wettbewerbs beharre.
Nemo hatte 2024 mit «The Code» in Malmö gewonnen.