Der Magdeburger Weihnachtsmarkt erhält vorerst keine Genehmigung. Das teilte die Stadt mit. Grund seien massive Kritikpunkte des Landesverwaltungsamtes am Sicherheitskonzept, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) informierte den Stadtrat in einer Sondersitzung über die Entscheidung – nur wenige Stunden nach Beginn des Prozesses gegen den Attentäter des Anschlags von 2024. In einem sieben Seiten langen Schreiben monierte das Landesverwaltungsamt unter anderem Mängel beim Zufahrtsschutz und bei der Zahl der Sicherheitskräfte. Daher könne der Weihnachtsmarkt derzeit nicht genehmigt werden.
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Borris bezeichnete die Kritik als überzogen. «Alle Experten sind sich einig, dass konkrete Terrorabwehr eine staatliche Aufgabe ist, für die nicht der Veranstalter eines Weihnachtsmarktes verantwortlich sein kann», sagte sie. Dennoch müsse sich die Stadt an die Weisung des Landes halten.
Der Anschlag im Dezember 2024 hatte sechs Menschen das Leben gekostet und rund 300 verletzt. Der Prozess gegen den aus Saudi-Arabien stammenden mutmasslichen Täter läuft seit Montag.