Australien reagiert mit Steuererleichterungen und Gratistransport auf stark steigende Treibstoffpreise infolge des Nahostkriegs. Die australische Regierung erklärte, die Treibstoffsteuer werde für drei Monate um 26,3 Cent pro Liter gesenkt, um Autofahrer zu entlasten.
Wie die BBC berichtet, bieten einige Bundesstaaten zusätzlich vorübergehend kostenlosen öffentlichen Verkehr an. Im Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne sollen Züge, Trams und Busse im April gratis genutzt werden können, Tasmanien zieht bis Ende Juni nach. Ziel ist es, Autofahrten zu reduzieren und den Druck auf die Benzinpreise zu mindern.
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Hintergrund ist ein deutlicher Preisanstieg seit Beginn des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die faktische Blockade der Strasse von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gastransports laufen. Die eingeschränkten Lieferwege treiben die globalen Energiepreise nach oben.
Der durchschnittliche Benzinpreis in Australien stieg zuletzt auf 2,38 australische Dollar pro Liter, nach rund 2,09 Dollar zu Kriegsbeginn. Die Steuersenkung soll Autofahrern pro Tankfüllung Einsparungen von etwa 10 bis 20 Dollar bringen, kostet den Staat jedoch rund 2,55 Milliarden Dollar.
Nicht alle Bundesstaaten gehen den gleichen Weg. Einige Regierungen verweisen auf hohe Kosten und setzen stattdessen auf gezielte Entlastungen oder bereits bestehende Tarifsenkungen im öffentlichen Verkehr.
Auch international greifen Staaten zu Notmassnahmen: Von verkürzten Öffnungszeiten in Ägypten bis zu Subventionen und Arbeitszeitreduktionen in Asien zeigt sich, wie stark steigende Energiepreise bereits in den Alltag eingreifen.