Deutschlands führende Wirtschaftsinstitute senken ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0,6 Prozent. Dies berichtet das Handelsblatt.
Vor rund einem halben Jahr hatten die Institute noch ein Wachstum von 1,3 Prozent für das laufende Jahr prognostiziert. Verantwortlich für die deutliche Korrektur nach unten sei vor allem der Krieg im Mittleren Osten und die gestiegenen Preise für Öl und Gas.
Christian Charisius/DPA/Keystone
Die «Gemeinschaftsdiagnose» wird von mehreren Instituten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt, darunter das RWI Essen, das DIW Berlin, das ifo Institut in München, das IWH in Halle und das Kieler Institut für Weltwirtschaft.
Auch die Bundesregierung war zuletzt noch von höheren Wachstumsraten ausgegangen. Im Januar hatte sie ein Plus von rund einem Prozent erwartet. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass staatliche Investitionen einen erheblichen Beitrag zum Wachstum leisten dürften.
Demnach könnten staatliche Ausgaben rund 0,6 Prozentpunkte zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Bei einer nun erwarteten Gesamtwachstumsrate von 0,6 Prozent würde das rechnerisch bedeuten, dass das Wachstum vollständig auf staatliche Effekte zurückgeht.
Für das Jahr 2027 erwarten die Institute laut Bericht ein Wachstum von rund einem Prozent.