Die Inflationsrate in Deutschland ist im März auf 2,7 Prozent gestiegen. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Februar hatte die Teuerung noch bei 1,9 Prozent gelegen, womit der März-Wert den höchsten Stand seit Anfang 2024 markiert.
Haupttreiber der Entwicklung sind deutlich gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Energie verteuerte sich im März um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es ist der erste Anstieg in diesem Bereich seit Dezember 2023. Besonders stark zogen die Preise für leichtes Heizöl an, das in Bayern 44,8 Prozent teurer war als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich um 19,7 Prozent.
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Auch Dienstleistungen wurden teurer. Preise etwa für Restaurantbesuche und Reisen lagen um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Lebensmittel verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 0,9 Prozent.
Der Chefvolkswirt der Berenberg-Bank, Holger Schmieding, erklärte: «Die Inflationsdaten zeigen genau das an, was alle Autofahrer bereits gemerkt haben: Der Iran-Krieg treibt die Preise für Kraftstoffe und Heizöl.» Zudem warnte er vor weiteren Preissteigerungen bei Gas, Lebensmitteln und Transport.
Auch Unternehmen rechnen laut Ifo-Institut zunehmend mit höheren Preisen. Das entsprechende Barometer stieg im März auf 25,3 Punkte nach 20,3 im Februar und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. «Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu», sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.
Die Bundesbank erwartet ebenfalls einen weiteren Anstieg der Inflation. In ihrem Monatsbericht heisst es, die Rate dürfte «in nächster Zeit deutlich in Richtung 3 Prozent ansteigen».