Microsoft-Gründer Bill Gates wirft Tesla-Chef Elon Musk in der Financial Times vor, durch die abrupten Kürzungen der US-Entwicklungshilfe indirekt den Tod von Kindern in den ärmsten Regionen der Welt zu verursachen. Hintergrund ist die faktische Auflösung der US-Behörde für internationale Entwicklungshilfe (USAID) durch eine Entscheidung der von Musk gegründeten Regierungsinitiative «Department of Government Efficiency» (Doge).
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«Das Bild des reichsten Mannes der Welt, der die ärmsten Kinder der Welt tötet, ist kein schönes», sagte Gates. Besonders drastisch sei der Rückzug der US-Hilfe in der mosambikanischen Provinz Gaza. Dort habe ein Krankenhaus Gelder verloren, das HIV-Übertragungen von Müttern auf Neugeborene verhindert. Musk habe fälschlicherweise geglaubt, die USA lieferten dort Kondome an Hamas-Kämpfer – offenbar verwechselte er die afrikanische Region Gaza mit dem Gazastreifen im Nahen Osten.
Gates kündigte gleichzeitig an, seine Stiftung bis 2045 aufzulösen und in den kommenden zwanzig Jahren 200 Milliarden Dollar für Gesundheits-, Bildungs- und Entwicklungsprojekte auszugeben – doppelt so viel wie in den bisherigen 25 Jahren. Das Ziel: Probleme wie Polio oder HIV endgültig zu lösen.