Im Freibad der jurassischen Gemeinde Pruntrut dürfen seit dem 5. Juli nur noch Personen mit Schweizer Pass, Wohnsitz oder Arbeitsbewilligung baden. Die Massnahme, die bis Ende August gilt, soll für mehr Sicherheit sorgen – und zeigt Wirkung: Der Verkauf von Dauerkarten ist deutlich gestiegen.
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Wie Apollo News berichtet, reagierte die Gemeinde mit dem Schritt auf wiederholte Zwischenfälle. Rund zwanzig Badeverbote wurden zuvor ausgesprochen, meist gegen junge französische Männer mit nordafrikanischem Hintergrund, die Frauen belästigt und sich aggressiv verhalten haben sollen.
«Die Bürgerinnen und Bürger haben ihre Badeanstalt mit der damit verbundenen Ruhe wiedergefunden», erklärte der zuständige Gemeindepolitiker Lionel Maître. Seither sei es zu keinen neuen Vorfällen gekommen, der Sicherheitsdienst kontrolliere die Ausweise am Eingang problemlos.
Trotz Kritik an der Regelung zeigen sich viele Badegäste erleichtert: «Es ist ruhiger so», sagt ein Besucher. Die Einschränkung werde zwar als hart und diskriminierend empfunden, bringe aber spürbar mehr Ordnung – besonders an Wochenenden.