Trotz eines Bekennerschreibens der linksextremen «Vulkangruppe» will Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow keinen politischen Hintergrund beim Berliner Stromanschlag erkennen. Dies berichtet das Portal Apollo News. Der Linken-Politiker schrieb auf X: «Es ist weder politisch noch links – es ist einfach ein schlimmer krimineller Akt» – womit er der Einordnung der Behörden widersprach.
BERND VON JUTRCZENKA / KEYSTONE
Hintergrund: Am Samstagmorgen war es zu einem Anschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südwesten gekommen. Zehntausende Haushalte werden bei Minusgraden noch bis Donnerstag ohne Strom sein. Die Weltwoche berichtete. Der Berliner Senat wertet ein veröffentlichtes Bekennerschreiben als authentisch. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sprach daraufhin von einem «linksextremistischen Anschlag auf unsere kritische Infrastruktur».
Ramelow hingegen beschwichtigt. «Es schadet der Bevölkerung und spielt den Verächtern von Politik in die Hände!» Auf Nachfrage eines Nutzers bekräftigte er seine Einschätzung: «Nein, glaube ich nicht», antwortete er auf die Frage, ob er an das «Märchen» vom linken Hintergrund glaube. Für ihn sei es schlicht eine Straftat ohne politische Motivation.
Parallel dazu verbreitete Ramelow auf seinem Kanal Beiträge, die auf eine mögliche russische Urheberschaft hindeuten. Er verwies auf Beiträge des CDU-Politikers Roderich Kiesewetter, der im Sprachstil des Bekennerschreibens ein Indiz für russische Beteiligung sieht.