Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Weckruf zur Vernunft? Chrupalla warnt vor dem Dritten Weltkrieg

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Weckruf zur Vernunft? Chrupalla warnt vor dem Dritten Weltkrieg
Weckruf zur Vernunft? Chrupalla warnt vor dem Dritten Weltkrieg
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Man muss sich das einmal in aller Nüchternheit zu Gemüte führen: Während die politischen Eliten in Berlin und Brüssel in einer Art berauschten Sorglosigkeit verharren, tritt mit Tino Chrupalla eine Stimme in den Ring, die das Unaussprechliche ausspricht. Wir stünden, so Chrupalla bei Markus Lanz, an der Schwelle zum Dritten Weltkrieg. Eine steile These? Gewiss. Aber in einer Zeit, in der sich die deutsche Politik fast schon euphorisch in globale Stellvertreterkonflikte stürzt, ist diese Warnung weit mehr als nur politisches Getöse – sie ist ein notwendiger, ein existenzieller Weckruf.

Weckruf zur Vernunft? Chrupalla warnt vor dem Dritten Weltkrieg

Chrupalla prangert mit Recht eine Doppelmoral an. Da wird das Völkerrecht bei jeder Gelegenheit wie eine Monstranz vorgetragen, wenn es darum geht, den moralischen Zeigefinger gegen Moskau oder andere unliebsame Akteure zu erheben. Doch sobald die eigenen Alliierten im Nahen Osten die Regeln dehnen oder brechen, herrscht im Berliner Regierungsviertel plötzlich das grosse Schweigen im Walde. Diese selektive Wahrnehmung der Welt ist nicht nur verlogen, sie ist brandgefährlich.

Blicken wir der Realität ins Auge: Das Völkerrecht ist, so schmerzhaft diese Einsicht für alle Romantiker der Weltpolitik auch sein mag, keine verlässliche Bank. Es ist im Ernstfall nicht mehr als das Papier, auf dem es steht, wenn es nicht durch Macht und reale Interessen gedeckt ist. Wer die Sicherheit seines Landes auf der Illusion aufbaut, dass sich im Konfliktfall alle an die beschlossenen Regeln halten, handelt grob fahrlässig. Wir müssen zurück zur Schule des Realismus.

Es ist demokratiepolitisch geradezu lebensnotwendig, dass es Stimmen gibt, die sich gegen das «Dauergeplapper» und die kriegerische Rhetorik der moralisch Selbstgerechten stellen. Chrupalla markiert den «Last Man Standing», eine einsame Stimme der Vernunft, die anmahnt, dass Deutschland nicht die Aufgabe hat, der Weltmeister im Völkerrecht oder der Schiedsrichter des Planeten zu sein.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.