Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Walter Frey, zurücktretender Präsident von ZSC Lions, wird medial verdient gewürdigt. Unverdient ist, dass die NZZ Frey zum «Zürcher Wirtschaftsfreisinn» zählt

Anhören ( 2 min ) 1.0× +
Walter Frey, zurücktretender Präsident von ZSC Lions, wird medial verdient gewürdigt. Unverdient ist, dass die NZZ Frey zum «Zürcher Wirtschaftsfreisinn» zählt
Walter Frey, zurücktretender Präsident von ZSC Lions, wird medial verdient gewürdigt. Unverdient ist, dass die NZZ Frey zum «Zürcher Wirtschaftsfreisinn» zählt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Walter Frey, der mit seiner ganzen Familie dem Eishockeyklub ZSC Lions eng verbunden ist, hat seinen Rücktritt als Präsident angekündigt. Sein Nachfolger wird Sohn Lorenz Frey-Hilti, selber Sportler und ein ebenso engagierter und kenntnisreicher Freund des Eishockeys.

Medial wird die grosse Leistung von Walter Frey ausführlich und verdient gewürdigt. Der erfolgreiche Auto-Unternehmer hat auch die ZSC Lions zu enormen Erfolgen geführt. Und gleichzeitig den Nachwuchs massiv gefördert und vielen Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, teilweise sogar eine berufliche Profiperspektive ermöglicht.

imago images/Geisser
Walter Frey, zurücktretender Präsident von ZSC Lions, wird medial verdient gewürdigt. Unverdient ist, dass die NZZ Frey zum «Zürcher Wirtschaftsfreisinn» zählt
imago images/Geisser

Nur die NZZ leistet sich bei der Würdigung der «Ära Walter Frey» einen argen Schnitzer. Sie erinnert an die Fusion des ZSC mit der GC-Eishockey-Sektion von 1997, die Walter Frey massgebend vorangetrieben hat. Dies habe seinerzeit zu massiven Protesten geführt, denn: «Der wohlhabende Autoimporteur stand für all das, was der harte Kern der ZSC-Anhänger nicht sein wollte: ein Teil des Zürcher Wirtschaftsfreisinns, der gemäss geltenden Klischees vom Geld getrieben wurde.»

Doch wenn Walter Frey eines nicht war, dann ein «Teil des Zürcher Wirtschaftsfreisinns». Die Familie Frey entstammt einer Bauernfamilie aus dem Aargauischen, Vater Emil Frey war – trotz unternehmerischem Grosserfolg – stolz auf seine bescheidene Herkunft und seinen Beruf als Mechaniker. Auch Sohn Walter verkörperte stets Bescheidenheit und Understatement, bezeichnet er sich doch gerne als «Garagist».

Als Walter Frey 1997 die stadtzürcherische Eishockey-Fusion ermöglichte, war er seit dreizehn Jahren Präsident der SVP der Stadt Zürich. Schon 1978 zur SVP gestossen, führte er die Mittelstandspartei mit durchschlagendem Erfolg. Bei Antritt seines Präsidiums zählte das Stadtparlament 7 SVP-Sitze, bei seinem Rücktritt 2001 waren es 26.

Auch war Walter Frey bei der genannten Klubfusion seit zehn Jahren SVP-Nationalrat und zuletzt Fraktionschef und Präsident der Aussenpolitischen Kommission. Er kämpfte europapolitisch gegen den EWR, gegen die angebliche «Koalition der Vernunft» in der Drogenpolitik, gegen den Asylmissbrauch, gegen die zunehmende Kriminalität und die Verteufelung des Individualverkehrs – also gegen all das, was der «Zürcher Wirtschaftsfreisinn» befürwortete oder wo dieser sich vornehm zurückhielt.

Das grosse Lob für sein Lebenswerk zugunsten des Sports hat Walter Frey mehr als verdient. Nicht aber die Zuordnung der NZZ zum Zürcher Wirtschaftsfreisinn.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.