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Wall Street Journal: «Deutschlands Wirtschaftsmodell ist kaputt – und niemand hat einen Plan B»

Das Wall Street Journal, die wichtigste US-Wirtschaftszeitung, zeichnet ein düsteres Bild der deutschen Wirtschaft. Titel: «Deutschlands Wirtschaftsmodell ist kaputt – und niemand hat einen Plan B». Nach Jahrzehnten des Wohlstands, getragen von Exporten und industrieller Stärke, befinde sich Deutschland in einer schweren Krise, so die Zeitung.

PAUL ZINKEN / KEYSTONE
Wall Street Journal: «Deutschlands Wirtschaftsmodell ist kaputt – und niemand hat einen Plan B»
PAUL ZINKEN / KEYSTONE

Die Analyse macht hohe Energiekosten, bürokratische Hindernisse und fehlende Investitionen als Hauptursachen aus. Die Wirtschaftsleistung sei zwei Jahre in Folge geschrumpft – zuletzt geschehen 1951, schreibt das Wall Street Journal. Seit 2018 ging die Industrieproduktion um 15 Prozent zurück, begleitet von einem Abbau von 3 Prozent der Arbeitsplätze. Bis 2030 könnten bis zu 300.000 Stellen allein in der Metall- und Elektroindustrie wegfallen.

Besonders drastisch zeigt sich die Lage bei den Energiekosten: Deutsche Unternehmen zahlen bis zu zehnmal mehr für Energie als ihre Wettbewerber in Texas. Zudem führt die Bundesrepublik weiterhin bei der Steuerlast, während seit 2021 Kapital in Höhe von 300 Milliarden Euro ins Ausland abfloss. Mutige Investitionen in Zukunftstechnologien blieben aus.

Das Wall Street Journal hebt hervor, Deutschland sei stark auf Exporte angewiesen – noch stärker als Texas auf Öl. Angesichts globaler Umbrüche und Strafzoll-Drohungen seitens der USA, des wichtigsten Handelspartners, fehle es Berlin an einem Plan B. Die politische Führung, so der Vorwurf, habe es versäumt, neue Märkte oder Impulse für Investitionen und Konsum innerhalb Europas zu schaffen. Stattdessen dominierten Themen wie Migration und Klimawandel die politische Agenda.

Die Lage erinnere an die Krise nach der Jahrtausendwende, so die Zeitung. Der entscheidende Unterschied: Damals gab es Reformen, die den Arbeitsmarkt belebten. Heute hingegen scheint die politische und gesellschaftliche Orientierungslosigkeit eine Lösung zu verhindern.

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