«Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten», wusste schon der grosse Spötter und Menschenkenner Kurt Tucholsky.
Soeben wurde seine Erkenntnis erneut bestätigt. In Rheinland-Pfalz regiert Schwarz mit Rot. Alternativ wäre es Rot mit Schwarz gewesen. So what!
Anderes stand überhaupt nicht zur «Wahl». Denn einen echten Politikwechsel haben die ewig Regierenden ja ausgeschlossen – nie mit der AfD. Andere Alternativen als die Alternative gibt es nicht.
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Erhellend, wie geschrumpft die beiden «Grossen» – CDU und SPD - sind. Zusammen kommen sie gerade mal auf über 50 Prozent. Früher scharten sie 80 Prozent hinter sich.
Dieser Effekt wird auch in Berlin fortwirken. Die CDU mag sich als Sieger sonnen, aber auch sie kann eines nicht negieren: Man braucht die SPD, um weiter zu regieren.
So werden sich auch weiterhin zwei Fusslahme aneinander lehnen, um nicht zu stürzen. Wackelig und kraftlos werden sie durch die weltweiten Krisen schlurfen – zum Schaden Deutschlands.
Denn derzeit ändern Wahlen nichts.