Volkswagen steckt in der Krise. Deutschlands grösster Konzern schwächelt, und einiges ist hausgemacht: teure Elektromodelle, Software-Probleme – und jetzt Überkapazitäten. Manches davon ist möglicherweise nicht auf mangelnde Qualität bei den technischen, sondern den menschlichen Komponenten zurückzuführen.
Da ist zum Beispiel der zwanzigköpfige Aufsichtsrat. Zwei Mitglieder sind dort von entscheidender Bedeutung, weil gegen ihr Veto nichts geht. Es sind die Abgesandten aus der niedersächsischen Landesregierung, die dank VW-Gesetz ihre Plätze in dem Kontrollgremium sicher haben, ganz gleich, wie viele Anteile das Land besitzt. Der eine von ihnen ist der SPD-Ministerpräsident des ...