Kurz vor dem Alaska-Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine eigene diplomatische Initiative gestartet. Für Mittwoch kündigte er ein virtuelles Gipfeltreffen an, an dem neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auch der US-Präsident teilnehmen soll.
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Bereits am Nachmittag will Merz zunächst mit führenden europäischen Nato-Staaten, EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte beraten. Eine Stunde später sollen die Ergebnisse direkt Trump und dessen Vize J. D. Vance präsentiert werden – mit dem Ziel, 48 Stunden vor dem Trump-Putin-Gipfel eine einheitliche transatlantische Position abzustimmen.
Themen des Treffens sind nach Informationen der Bild-Zeitung unter anderem die Verstärkung des Drucks auf Russland, mögliche territoriale Tauschlösungen sowie Sicherheitsgarantien für Kiew. Auch die Frage, wie ein weiteres Vorrücken Russlands nach Gebietsgewinnen verhindert werden kann, steht auf der Agenda.
Merz und Trump pflegen laut dem Bericht ein gutes persönliches Verhältnis. Und auch Selenskyj zeigte sich zuversichtlich: «Jetzt ist der Moment gekommen, in dem es eine echte Chance gibt, Frieden zu erreichen», schrieb er auf X.