Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Von Deepfakes zur Handskizze: Journalist der Süddeutschen Zeitung sieht strafrechtliche Grenzen schon bei gezeichneten Nacktbildern überschritten

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Von Deepfakes zur Handskizze: Journalist der Süddeutschen Zeitung sieht strafrechtliche Grenzen schon bei gezeichneten Nacktbildern überschritten
Von Deepfakes zur Handskizze: Journalist der Süddeutschen Zeitung sieht strafrechtliche Grenzen schon bei gezeichneten Nacktbildern überschritten
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Ein Journalist der Süddeutschen Zeitung hält unter Umständen selbst handgefertigte Zeichnungen für strafrechtlich relevant. Ronen Steinke erklärte in der ARD-Sendung «Caren Miosga», solche Darstellungen könnten die «sexuelle Selbstbestimmung» verletzen.

Steinke sagte wörtlich: «Ich glaube schon, dass es legitim ist, da eine Grenze zu ziehen.» Der promovierte Jurist und leitende Politikredakteur bezog sich auf die Debatte über Deepfakes und digitale Gewalt. Ausgangspunkt war eine Frage der Moderatorin zur Regulierung entsprechender Inhalte, auch im privaten Raum.

MARCUS BRANDT / KEYSTONE
Mann betrachtet Pornoseite auf dem Smartphone (Symbolbild)
MARCUS BRANDT / KEYSTONE

In der Diskussion räumte Steinke zunächst ein: «Also auch gutwillige Menschen zweifeln da eine Sekunde lang.» Anschliessend weitete er den Blick auf analoge Fälle aus. Wenn jemand «mit Stift und Papier einen Filmstar, den er bewundert, […] nackt aus[zieht] und das zeigt», sei dies bisher nicht als strafwürdig betrachtet worden. Dennoch sei es «schon wert, dem Gedanken Raum zu geben», ob auch hier eine Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung vorliegen könne.

Zentral sei für ihn die Möglichkeit der Verbreitung. «Die Gefahr besteht, dass das jemand anders sehen kann», erklärte Steinke. Er zog eine klare Grenze zwischen Gedanken und deren Manifestation: «Was in der Fantasie geschieht, ist das eine. Aber was auf Papier oder am Computer, auf Festplatten passiert, ist etwas anderes.»

Die Sendung stand unter dem Titel «Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?». Im Fokus standen Deepfakes, Fake-Profile und die Verbreitung intimer Inhalte. Die Moderatorin Collien Fernandes schilderte dabei ihren eigenen Fall und kritisierte insbesondere rechtliche Lücken bei Fake-Profilen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.