Was haben sie sich nicht an sie herangeschmissen. Barack Obama, der Papst, die ewige Kanzlerin, der Uno-Generalsekretär. Alle wollten etwas abhaben von ihrem Ruhm – Greta Thunberg, Heilige der Klima-Weltuntergangskirche.
Welchen Unterschied ein paar Jahre machen. Heute reicht eine Armeslänge Distanz nicht mehr, am liebsten würde man die alten Fotos mit ihr vernichten. Aus der Heiligen ist die Inkarnation des Gottseibeiuns geworden.
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Warum eigentlich? Greta war schon immer eine zornige junge Frau. Leicht verhaltensgestört mit einer starken Meinung und einem ebenso starken Zug zur Intoleranz. Oder ist Thunbergs legendäre «How dare you»-Rede schon vergessen, vorgetragen mit von Hass erfüllter Fratze?
Genauso rücksichtslos wie einst fürs Klima setzt sie sich heute für die Palästinenser ein. Doch wenn man damals falsch lag mit dem Urteil, sollte man das heute zugeben. Wenn man es immer noch für richtig hält, sollte man wenigstens den Mund halten.
Greta jedenfalls ist die Einzige, die sich treu geblieben ist.