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Vom Gemeinderat zum Nationalrats-Präsidenten: Die Ochsentour von SVP-Bauer Pierre-André Page zeigt, was die Schweiz ausmacht

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Vom Gemeinderat zum Nationalrats-Präsidenten: Die Ochsentour von SVP-Bauer Pierre-André Page zeigt, was die Schweiz ausmacht
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Der baldige SVP-Bundespräsident Guy Parmelin hat es vorgelebt: vom Bauern zum Staatsmann. Nun steht sein Parteikollege Pierre-André Page an der gleichen Weggabelung.

Der neue Nationalratspräsident verkörpert Tugenden, die in Bundesbern selten geworden sind: Bodenständigkeit, Ausdauer – und die Fähigkeit, Menschen über politische Gräben hinweg zusammenzubringen.

Page, Landwirt aus dem freiburgischen Châtonnaye, steigt nicht als Senkrechtstarter in die nationale Politik ein, sondern als Langstreckenläufer. Seit 1991 im Gemeinderat seines Dorfes aktiv, galt er während zweier Jahrzehnte als «ewiger Zweiter». Drei gescheiterte Nationalratskandidaturen, zwei verpasste Anläufe auf einen Regierungsratssitz – nur wenige Politiker haben den Weg nach Bundesbern auf härtere Ochsentour erlernt.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Der soeben gewaehlte Nationalratspraesident Pierre-Andre Page, SVP-FR, freut sich ueber seine Wahl, an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 1
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

2015 dann der Durchbruch: die Wahl in den Nationalrat, später klar bestätigt mit Spitzenresultaten 2019 und 2023 im Kanton Freiburg. Seine Formel ist unspektakulär, aber wirksam: Verwurzelung, Präsenz, zuhören. Seit Jahren in Vereinen, Musikgesellschaften und auf dem Fussballplatz unterwegs, pflegt Page ein Beziehungsnetz, das eher nach Dorfplatz als nach Bundeshaus klingt – und ihm gerade deshalb Vertrauen sichert.

Politisch gibt sich Page pragmatisch und kompromissbereit, weniger ideologisch zugespitzt als manche SVP-Parteikollegen. Auch sprachlich ist er Brückenbauer: Dank seiner Bauernlehre im Kanton Solothurn spricht er etwas Schweizerdeutsch, genug für Stammtischgespräche – und für jene informelle Nähe, die in der Deutschschweiz Wahlen entscheidet.

Mit seiner Wahl zum «höchsten Schweizer» inszeniert sich Page nicht als Sieger, sondern als Dienstleister. Er sagt, er wolle zeigen, dass jeder etwas erreichen könne – eine Botschaft, die in einem Land der Milizpolitiker gut ankommt.

Ob aus dem hartnäckigen Bauern aus dem Glanebezirk tatsächlich ein nationaler Staatsmann wird, muss sein Präsidialjahr erst zeigen. Doch sein Aufstieg erzählt schon jetzt eine Geschichte, die der Politik guttut: Wenn die Schweiz Verantwortung an Menschen mit Bodenhaftung vergibt, stärkt sie damit ihre eigene Glaubwürdigkeit.

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