Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Vom Blick zu Alain Berset zur SRG: Die Karrierewege für Journalisten sind kurz, wenn man nicht durch kritische Fragen unangenehm auffällt. Und man darf erst noch mit einem goldenen Fallschirm rechnen

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Vom Blick zu Alain Berset zur SRG: Die Karrierewege für Journalisten sind kurz, wenn man nicht durch kritische Fragen unangenehm auffällt. Und man darf erst noch mit einem goldenen Fallschirm rechnen
Vom Blick zu Alain Berset zur SRG: Die Karrierewege für Journalisten sind kurz, wenn man nicht durch kritische Fragen unangenehm auffällt. Und man darf erst noch mit einem goldenen Fallschirm rechnen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Karriere von Gianna Blum als Co-Leiterin Kommunikation des Departements des Innern (EDI) war kurz. Für den damaligen Bundesrat Alain Berset war sie vom 1. September 2022 bis Ende 2023 tätig. Als dieser ging, war auch Blums Laufbahn in Bundesbern zu Ende.

© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Eine Garderobe aus Mikrofonen fotografiert am Mittwoch, 12
© KEYSTONE / ANTHONY ANEX

Gelohnt hat sich das kurze Gastspiel für Blum allerdings. Wie jetzt bekannt wurde, war sie auf Bersets Geschenkeliste. Insgesamt 750.000 Franken Abgangsentschädigungen spendierte er seinen Vertrauten, wie der Blick herausfand. Gianna Blum kassierte zum Abschied 44.311 Franken – für sechzehn Monate Einsatz.

Dabei galt es in der Wandelhalle des Bundeshauses sowie bei Journalisten stets als Rätsel, warum Alain Berset die ehemalige Blick-Redaktorin überhaupt in einen so zentralen Posten berief. Mit aufsehenerregenden bundespolitischen Storys war Blum nie aufgefallen. Aber dafür, und das sprach wohl für sie, mit butterweichen Interviews mit dem Innenminister in der Corona-Zeit.

Nicht nur die grosszügige Abfindung machte Gianna Blum den Abschied leicht. Ausgestattet mit einem Bundeshausnetzwerk und Referenzen des einstigen Bundespräsidenten heuerte sie bei einer Berner Kommunikationsagentur an. Um dann im Frühling dieses Jahres als Mediensprecherin zur SRG zu wechseln.

Auch da stellen sich Fragen. Knapp zehn Jahre als Journalistin und eine kurze Stippvisite in einem Departement sind kein überragend grosser Rucksack für eine Schlüsselfunktion beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Aber vielleicht war es ja auch nur ein Zeichen der Wertschätzung für viele Jahre treuen Tauschhandel. Von der SRG wechseln regelmässig Leute in die Bundesverwaltung. Da kann es ja auch mal umgekehrt laufen.

Umso ironischer, wie sehr man sich bei SRF und Co. stets gegen die Bezeichnung «Staatsfunk» wehrt. Die Nähe zwischen dem Bund und der SRG ist mit den Händen zu greifen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.