Volkswagen plant offenbar ein neues Sparprogramm mit einem Umfang von rund 60 Milliarden Euro. Wie das Manager-Magazin berichtet, sollen die Kosten im Konzern bis 2028 um 20 Prozent gesenkt werden. Grund seien schwache Verkäufe in China und neue US-Zölle, die die bisherigen Einsparungen nicht ausgleichen könnten. Werksschliessungen oder zusätzlicher Stellenabbau über die bereits angekündigten 35.000 Jobs hinaus sind laut dem Bericht nicht ausgeschlossen.
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Ein VW-Sprecher reagierte zurückhaltend. Man habe bereits bei allen Marken umfassende Effizienzprogramme umgesetzt, mit Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe. «Damit konnte der Konzern die geopolitischen Gegenläufer – wie die Zölle in den USA – abfedern und bleibt auf Kurs», sagte der Sprecher. Weitere Details wolle Vorstandschef Oliver Blume am 10. März bei der Jahrespressekonferenz vorstellen.
Der VW-Betriebsrat zeigte sich indes irritiert. Der Bericht sei «eher eine Zustandsbeschreibung der längst laufenden Effizienzprogramme», heisst es in einer Mitteilung im Konzern-Intranet. Betriebsratschefin Daniela Cavallo betonte: «Mit uns wird es keine Werksschliessungen geben.» Man habe mit dem sogenannten Dezember-Kompromiss von 2024 bereits die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und gleichzeitig soziale Härten für die Belegschaft abgefedert.
Das Ende 2024 vereinbarte Sanierungsprogramm sieht den Abbau von 35.000 Stellen bis 2030 vor – ohne betriebsbedingte Kündigungen oder Werksschliessungen. Der Abbau soll über Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen erfolgen.