Video: Live aus Crans-Montana: Wie weiter nach der Katastrophe? Hubi Mooser, der Walliser Weltwoche-Redaktor, über das Flammen-Inferno in den Bergen
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«Gruezi Miteinand! Ich begrüsse Sie ganz herzlich zu einer weiteren Ausgabe von Weltwoche Daily Spezial Hubis Bundeshaus. Heute live aus Gran Montana, wo sich in dieser Silvesternacht diese unglaubliche Katastrophe ereignet hat. 40 Menschen sind beim Brand in der Bar «Le Constellation» ums Leben gekommen. Über 100. Verletzt, zum Teil schwer verletzt, morgen findet die Traurfeier statt, international beobachtet. Staatschef, Regierungschefs kommen, unter anderem der Emmanuel Macron. Eine riesige Katastrophe für das Wallis, für die Gran Montana, für die Schweiz und für alle, die ihn nicht kennen. Hubi Moser ist einer der vielleicht kompetentesten Einordner, wenn es um das Wallis geht. unser Bundeshausredakteur Hubi, danke, dass du Zeit hast. Vielleicht kurz vorab, was ist in dir vorgegangen, als du von diesem Brand gehört hast, von diesem Flammeninferno, verursacht, sich ereignet, Menschen gemacht in der Silvesternacht. Was war deine Gemütslage, Gefühlslage? Was ging dir an den Kopf? Ich war fast wie in Schockstarre. Ich habe gesagt, so etwas kann doch hier nicht passieren. Hier wirst du ständig alles kontrollieren, wenn man dreimal trägt. Dass so etwas in der Barbe ist. passiert. Das war für mich einfach undenkbar. Vielleicht irgendwo im asiatischen Raum oder irgendwo im Ausland, aber hier in diesem Land, wo man jedes Rädchen dreimal umdreht und bevor es bewilligt, passiert so etwas. Das war für mich katastrophal. Ich habe nur fassungslos geschaut, wie hier eine Station wie die «Camp Montana», die einen sehr guten Ruf hatte, plötzlich hier sich den Ruf komplett kaputt macht. Reputation schon hier handelt. Nur aufgrund, weil sie einfach da nicht genau hinschauen. Ich möchte nicht sagen, dass es nur hier der Fall ist, aber hier ist es einfach passiert und woanders ist es nicht passiert. Vor allem, wenn ich die Bilder nachher gesehen habe, die da über das Internet gekommen sind, wo Serviertechter mit Helmen die Flaschen serviert haben, dann müsste ich sagen, da kann etwas nicht mehr stimmen. Die schützen ihren Kopf mit den Helmen. Die haben da völlig unbedenklich mit dem zu hantieren, dass sie sich mehr als jenseitig... Dass überhaupt in einem Untergeschoss so etwas bewilligt haben, das ist einfach mir schleierhaft. Das muss uns die Untersuchung zeigen, was das ist. Es ist noch nicht abgeschlossen, die Untersuchung läuft. Die Behörden haben kommuniziert. Am Dienstag war die Pressekonferenz. Unter anderem der FDP-Gemeinspräsident Nicolas Ferrand hat Auskunft gegeben. Dann gibt es aber auch noch einen anderen, der... Derzeit für Schlagzeilen sorgt, das ist der Barbesitzer, das ist Jacques Moretti mit seiner Frau, die sich jetzt noch nicht gross gemeldet hat. Dann gibt es die Generalstaatsanwältin vom Kanton Wallis, die drückt den Schuh, da läuft etwas schief. Was ist aus deiner Sicht, wo läuft es aus dem Ruder, wo ist etwas falsch passiert? Wer ist verantwortlich? Mutmasslich? Herr Goethe, viel falsch passiert ist ja... Bis jetzt noch nie. Es gibt schon ein paar Dinge, die man sich fragen kann. Wenn sich ein Staatsanwalt mit der Gemeinde an einem Tisch setzt und eine Konferenz macht, ist das vielleicht rein PR-mässig oder von der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit nicht das allerbeste Signal. Das ist dann so, wie hier plötzlich gemauschelt wird, weil die Gemeinde ja hier involviert ist. Die Gemeinde wird irgendwann in diesem Verfahren wahrscheinlich. Mit Gerüchten wahrscheinlich beschuldigt werden. Und da kannst du dich nicht hinsetzen. Aber gut, ich glaube, die haben da versucht, sie wollen informieren, haben alles zusammengetrommelt, was sie hatten. Und dass der Fero, das ist natürlich der Zürcher, dass die, die einmal der Gemeindepräsident nicht da ist, dass die Staatsanwälte den Gemeindepräsidenten entschuldigt. Das sind sehr unglückliche Geschichten. Das gibt einen Eindruck. Ich glaube, die hat das jetzt nicht so schlecht aufgegleist. Indem sie jetzt einen Pool gebildet haben, mit Staatsanwälten. Und das jetzt hier probierend aufklären. Und wir müssen das jetzt beobachten. Es hat die Chance zu zeigen, dass die Wallis nicht so ein kaputtes juristisches System hat, oder ein Justizsystem, wie man das immer gesehen hat in der Vergangenheit. Und dass das wirklich so ein Untersuchung durchführen kann. Ich sage mir immer, wer der, wenn nicht Wallace, kann das auch in der Suche durch? Wir hatten jede Menge Katastrophen, wie in der Suche gemacht. Manchmal haben es ein bisschen Leute länger gesehen und manchmal ein bisschen weniger lang. Aber das haben wir ja gemeistert, das haben die Leute gemeistert, obwohl das System nicht immer... Wer funktioniert hat hier im Kanton, weil eine Partei einfach ständig, wie die CVP und heute die Mitte, ihre Richter, die ganzen Richterposten besetzt hat, ist ein bisschen besser, pluralistisch reingestellt. Wieso im Unterwallis, wieso in Gramontana, man hört da, dass seit 2019 keine Kontrollen durchgeführt worden sind. Ist das die Regel, erstaunt dich das? Ist das ein Einzelfall? Ist das ein systemisches Versagen der Behörden, die hier stattgefunden hat? Wie schätzt du diese Frage ein? Wenn ich das sehe, die Brandschutzvorschriften, da sind überall Streitgegenstände und so. Und hier im Wels, wir sind hier im französischsprachigen Teil des Kantons, ist das alles zusammen auch viel lascher und so. Ich muss zum Beispiel sagen, hier die Trottoirs sind ja nicht geräumt, ja nicht geschnitten und so. Ich würde mal behaupten, dass in Saas Fee oder Zermatt die Trottoir längst schon geräumt wäre, weil da Leute durchlaufen und so. Ich glaube, dass man hier eher so eine laschere Haltung hat. Zu Vorschriften an Umsetzung und so. Und dann eine Gemeinde wie Grand Montana, die ist doch völlig überfordert. Ich meine, die Gemeinde hat niemals Stütze gehabt, um oben an ihr Geigebiet zu finanzieren. Die haben ja auswärtige Investoren gebraucht. Und das zeigt ja, dass sie nicht gerade so, obwohl 50.000 Leute in der Hochstation hier sind, dass sie nicht gerade so finanziell frohsinnig gebetet sind. Und ich könnte mir vorstellen, wenn sie sparen, sparen sie auch da. Dann machen sie einfach alle 10 Jahre eh Kontrolle. Die Dreikontrollen sind alle acht Jahre eine. Und vor allem hier. Mich erstaunt es, dass es hier keine Vierlöscher gibt. Das ist für mich unverständlich. Aber ich frage mich auch, wie kommt ein Barbesitzer mit so einer Vorgeschichte überhaupt dazu, hier eine Bewilligung für ein Restaurant zu bekommen? Da hätten doch alle Alarmglocken schreien müssen. Auf der Profibar sind die hier. Einfach so auf Wachstum getrimmt und wenn Tourismus und dann willst du auch nicht Steine weglegen und so, dann machst du einfach das, was du willst. Du hast die Mentalität angesprochen vom Wallis, Unterwallis, Oberwallis, Unterschiede, kulturelle Unterschiede, Mentalitätsunterschiede. Wie unterscheidet sich das Unterwallis aus deiner Sicht als Walliser vom Oberwallis? Vielleicht auch noch eine kurze Abgrenzungsfrage. Ich glaube, das Unterwallis, so habe ich das verstanden. ist eher der französisch sprechende Teil, dann geht es ab Sierra der Rapp über Camontana und der Oberwalliser ist eher der Brig Zermatt usw. Was unterscheidet die beiden Teile voneinander? Eigentlich gibt es eine ganz einfache Erklärung für das. Und das liegt ein paar hundert Jahre zurück. Für die Unterwalliser war Napoleon ein Befrierer und für die Oberwalliser ein Unterdrücker. Und das zeigt schon ein völlig unterschiedliches Verhältnis. Hier in den ganzen Stationen, im Unterwallis, im Mittelwallis, sind alle nach französischem Muster gebaut. Hohe Retortensiedlungen, hohe Higiene und so. Und im Oberwallis hat man das kleiner, das Zersiedelte, das Chalet-Bauten. In Zermatt ist viel Hotellerie, viel stärker. Hier ist die Hotellerie kompakt kaputt gegangen. Das da oben hat das Parkhotel. Das ist eines der ersten, die hier waren. Das sind von uns Abgewirtschaftet. Ich weiss nicht, wie es jetzt wieder steht und so. Schon rein von der Art des Tourismus, die ist völlig anders. Hier ist es so, die Betonblöcke, und hier musst du dir so feststellen, in den 60er Jahren, da war ich im Berg Maler, haben sie einen riesigen Turm gemacht. Die Wohnung konnten sie nicht verkaufen, weil kein Mensch hier in den Bergen wollte, einen solchen Turm. Also haben sie angefangen, solche Häuser zu machen, Betonblöcke, und die alle mit Holz verkleidet, und die dann zu absoluten Luxuspreisen den Italienern, Industriellen und auch Franzosen zu verkaufen. Im Oberwald ist das viel kleiner, viel bescheidener gegangen. Zermattisch ist es ein eurer mondäner Ferienort. Da gibt es eure Parahotellerie. Aber die Hotellerie war da immer noch sehr stark. Sie hatte starke Komponenten. Hier hingegen nicht mehr. Vorher hast du angesprochen, dass früher der CVP-Filz, hier in Gramontana der FDP-Filz, mit dem Filz, dass man da so ein wenig untereinander, unter einem Deckmantel, so ein wenig... Geschäfte macht, Väter wirtschaften vielleicht sogar. Was ist das für ein Aspekt? Was für eine Rolle spielt vielleicht der FDP-Filz, der ja der Gemeindepräsident zugehörig ist? Was spielt das für eine Rolle in diesem ganzen Gramontana-Fall? Das hat immer schon eine Rolle gespielt, der Filz. Der FDP-Filz hier, aber hier ist es immer noch ein CVP Mitte Hochburg. Die FDP ist hier marginal. Die ist zwar unter den Ziedern sehr stark, aber hier ist... Du stellst einfach das Präsidium. Die CVP ist hier gross. Und die sind jahrelang, wenn du hier oben auch was hast, die waren einflussreich wie etwas. Der jahrelange Präsident von hier, der Jeremy Robier, der ist im Das Kantonsparlament hat einen Einfluss im ganzen Kanton. Sobald etwas gegen das Touristische ging, gingen die sofort auf los. Das wird bei jeder Gemeinde gemischt. Je nachdem, wer an der Macht ist, der baut eingelassen. Wer nicht an der Macht ist, der baut anders. Was für eine Rolle spielt, dass Jacques Moretti, der Barbetreiber, der jetzt auch unter Verdacht ist, gegen ihn wird auch ermittelt. Was spielt für eine Rolle, dass er ein Franzose ist aus Corsica, italienischer Name? Was spielt das für eine Rolle in diesem Fall? Nach zwei, drei Tagen hat sich die Staatsgeneralstation in Bidu beschuldigt. Sie hat verschiedene Straftatbestände aufgelistet, eine ernstschäle Frau, das kann man schon machen. Das hat für mich nach Aussagen gesehen, jetzt haben sie schon perfekt gesündert, einer mit einer kriminellen Vergangenheit. Wenn ein Kurs ist, wenn man von hinten ist, dann kannst du gleich die Nagelle an die Wand stellen. Ich nehme an, da müssen wir aufpassen. Die Gefahr ist schon gross, dass am Schluss, die probieren einfach immer als Anzeichen und die Gemeinden draussen, weil wenn es institutionell angegriffen wird, also die Kontrolle nicht gemacht hat und so. Es könnte schwer für die Gemeinden werden, wenn sie in Zusammenhang mit Schadenersatzforderungen Fragen aufgeben. Darum nehme ich an, dass es probierend ist, um die Muretti zum Maximum aufzuladen. Aber die Gemeinde kommt nicht heraus, sie kommt auch unmittelbar heraus. In allem, was der Gemeindepräsident gesagt hat, er weiß nicht, weshalb keine Kontrollen gemacht wurden. Das ist doch einfach ein Ding. Die haben einfach keine Kontrolle gemacht. Das ist einfach keine Lust gehabt, weil das viel zu teuer ist. Und wenn es gerecht ist, geht es schon gut. Die Behörden ermitteln jetzt, die Staatsanwaltschaft auch. Es sind viele Vorwürfe im Raum. Traust du der Walliser Behörde zu, dass der Fall lückenlos aufgeklärt wird? Dass da die ganze Wahrheit quasi ans Licht kommt? Ja, ob jetzt gerade alles ans Licht kommt, was da passiert ist, das ist schwierig. Ich traue mir auch schon zu hören, dass der Brand aufgeklärt wird. Das ist ja nicht eine komplexe Wirtschaftsgeschichte, wo man Spezialisten haben muss. Hier geht es um einen Brand. Da sind Leute verantwortlich und da gibt es klare Vorschriften. Das ist nicht so eine Hexerei, das aufzuklären. Wo es allerdings immer Probleme gibt, im Wallis, wenn es irgendeine Institution gibt, haben sie die Tendenz, da plötzlich etwas zu machen. Aber das traue ich dieser Pilote zu. Sie haben schon angestellt, eine Verordnung zur Staatsanwaltschaft zu machen. Sie wissen, dass die ganzen Augen der Welt auf sie eingerichtet sind. Ich glaube, sie kann das machen. Ich traue dieser zu, dass sie das aufklärt. Ob sie alles in das letzte Detail klärt, ist nicht wichtig. Wichtig ist einfach, dass sie ein paar wichtige Anklagepunkte nachweisen kann. Und ich glaube, ich meine, was ich so höre, dass die Chefin, ob das stimmt, weiss ich nicht. Das habe ich in einer Zeitung gelesen. Offen, vorsichtig, mit der Kasse, die geflüchtet ist aus unserem Restaurant. Und dass das jetzt noch geprüft wird, dass es nicht Hilfe geleistet hat, das auch noch zu beschuldigen. Das finde ich, ist ein schlechter Zug von der. Aber wie gesagt, ich glaube, wir müssen es denen jetzt wirklich scharflich finden, dass es völlig deplatziert, was man jetzt da sagt. Es braucht einen äusserordentlichen Staatsanwalt von uns, der jetzt kommt und das untersucht und tut. Ich meine... Wenn ein äusserer Staat kommt, dem gibt es keine Auskunft. Dann werden alle Steine weggelegt und alles gemacht. Sie ist von hier, sie ist in Sermat aufgewachsen und im Unterwallen gearbeitet. Sie ist perfekt beiliegend. Sie hat den Zugang zu den Leuten. Da kommt eher dazu, dass sie ihr die Wahrheit sagen. Und sagen, was sie aufdecken. Sie muss einfach die Nerven und Kraft haben, möglichen Druck von der Politik zu versuchen, zu widerstehen. Du bist ein totaler Insider, wenn es nicht nur ums Wallis geht, sondern auch um Gran Montana. Du hast, glaube ich, sogar hier gearbeitet. Wie würdest du Aussenstehenden, vielleicht sogar auch im Ausland, wie würdest du Gran Montana beschreiben? Was ist das für ein Dorf, das 2017 auch fusioniert hat? Teil Gran mit Montana. Was macht das Gran Montana aus? Also es sind in Gran Montana fusioniert. Das sind insgesamt sechs Territorialgemeinden. und vier von denen haben zu... Grand Montana. Grand war der moderne Ferienort, der grossen Teil auf der Gemeinde von Lens, die nicht dazugehört. Und Montana war mehr für Normalbürger. Grand war so das Exotische. Es war exklusiv. Früher, als ich ein Junge war, also nicht ein Junge, die schon da gearbeitet haben, waren wir nicht weit von La Costellation, bei einem Bar, wo immer Ferrari und italienische Plakas waren. Das war eine exklusive Geschichte. Die Golf und so. Und die ganze Immobiliengeschichte. Gaston Barras habe ich mal vor 35 Jahren interviewt. Das ist der Pionier von denen, die Wohnungen an Ausländer verkaufen. der Regierungsvorsitzende von Storch. die ein Werk für 5 Franken verkauften. Am Schluss verkauften sie 15'000 Franken pro Quadratmeter. Das sind Luxuswohnungen. Die von Guéant wollten weniger mit Montana zu tun haben. Montana hat immer das kränkliche Bild, wie Leukerbad. Hier ist man ins Sanatorium gegangen. Die Gämpfer, Luzerner, Wallis und Bären hatten hier alle ein Lungensanatorium. Ungefähr so wie in Davos, wo die Leitpatienten monatelang behandelt wurden. Wo das weg war und der Tourismus so richtig angezogen wurde. In den 50er, 60er Jahren hat Montana auch hier angefangen, Tourismus zu machen. Aber das Problem war einfach, dass es immer wieder da ein bisschen rüft. Dass es ein bisschen so eine Krankenstation ist, als Montana. Und das Grand war eigentlich so der Ding. Jetzt ist hier alles ziemlich zusammengebaut. Es ist eine Station, Kram, Montana, und kein Mensch steckt mehr hier. Übrigens, in diesem Sanatorium. Das wollte man auch nicht sagen. Man wusste nicht mehr, was man damit machen sollte. In den 90er Jahren haben sie hier Aids-Patienten platziert, die Genfer vor allem. Das musste man verschweigen und ja nicht sagen, wegen des Rufens hier. Das ist der Ruf von der Montana. Und seitdem das hier... Als die Gemeinde fusioniert hat, schon vorher bei der Weltmeisterschaft 1987, wurde das Begriff «Kamotana» und danach die Fusion von den vier Gemeinden. Ob das immer so genau geht, ich meine, die Gemeinde hier im Wald ist ein Politikum. Und da sind immer noch zwei andere Gemeinden, die nicht dazu gehört haben, die auch hier oben Anteile haben. Das war eine Kühnweide hier oben. Da gab es nichts vor Jahrzehnten. Als Kinder, wie unten, Ich bin ja... Zieders geboren, hat er schon Jahre unten aufgewachsen. Er war immer da im Beruf. Das war so wie das Land der Sehnsucht, wo man uns gesagt hat, da oben sind die Scharferien. Und der ganze Naivität, da haben wir gedacht, das ist eine Tante, mit uns da im Beruf zu fahren, auf die Straße und wir da irgendwo, das wird dem Schilberg Beck über den Weg gelaufen. Und auch der Turm, wo man das Wunder sieht, das Vermalha oben, das war für uns einfach grandios, das Fontana. Du hast den Ruf angesprochen, der jetzt tatsächlich auch wahnsinnig leidet, beschädigt ist durch die Katastrophe im Le Concelation. Wie geht es weiter? Wie geht es weiter mit dieser Gemeinde, Ferienort, eben Luxusferienort sogar? Wie geht es jetzt weiter? Also ich müsste vielleicht ein Beispiel nehmen von einem anderen Ort. Ich habe die Katastrophe in Kaprun, wo 155 Menschen in einer Standzellbahn verbrennen sind. Das war vor 25 Jahren. Ich habe mich ziemlich eng mitgefühlt. Ich bin immer wieder zurückgegangen, wie es dann ging. Ich sage, knapp ein Jahr mehr hat diese Station wieder so geboomt. Die hatten da absolut kein Image. Die haben eine Gedenkstätte gemacht. Wahrscheinlich sind da heute noch viele Kränze niedergelegt. Sie haben dann gedächt und sonst ist da nichts passiert. Es braucht einfach ein Management. Ihr seid ja vom Kurdirektor gewesen. Ich weiss nicht, wie er das dort macht. Es gab auch andere Dinge, die kulturell, die Lawinenbriefe, Kowalska, Budde... Hier trifft es sehr viele junge Menschen. Ich denke mir, dass sich das Verhalten hier verändert wird. Hoffen sie wenigstens, dass man nicht mehr in solchen Baren mit solchen gefährlichen Sachen hantiert. Und sonst wird es nicht davon hängen, wie... Wie es hier umgeht, aber wir wollen ja schon wieder die Weltcup Rennen Ende Monat machen hier oben. Da ist es ein bisschen, da hätte ich jetzt eher gesagt, verzichtet auf das, das bräuchte ich hier wirklich nicht. Wenn er das Schau aufzieht mit dem Bastian Baker und weiss nicht welchem, das ist natürlich ein bisschen gewagt. Aber gut, ich weiss nicht, das ist die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. Aber ich glaube... Das hat weniger Wirkung gehabt. Irgendwann im Monat ist die nächste Katastrophe irgendwo und dann konzentriert sich alles wieder hier. Und hier gehen die Ermittlungen durch und am Schluss werden ein paar verurteilt. Und ich hoffe, dass die Gemeinden Wenn man einen Vergleich macht mit diesen Opfern, oder wer auch immer, das kommt ja erst im Raum auf ein Zivilverfahren, dass man dann entschädigt und sich das irgendwie leidt. Aber das wird immer verboten. Also man wird in Zukunft immer von der Brandkatastrophe reden, das lernt nicht mehr los. In dem Sinne, das wird immer sein. Aber neben dem weiterhin hier, die Show muss weitergehen. Hier sind Leute, die haben ihre Geschäfte, die wollen hier weiterleben. Weiter kennen vom Tourismusleben. Man könnte nicht sagen, dass ich das alles zuhör mache. Also wenn ich dich richtig verstehe, Aufklärung bis ins letzte Detail, auch aus Respekt gegenüber den Opfern, den Verletzten, den Schwerverletzten, dieser ganzen Tragödie, aber dann eben auch vorwärts schauen, das Leben geht weiter. Ja genau. Also entscheidend wird schon sein, wie sie die ganze Untersuchung machen. Und da bin ich nicht so pessimistisch, wie viele andere, die das Gefühl haben, dass ich ein paar schöne und mir zu grosse für das alles... Ich glaube, die wären das aufklären müssen, bis ins letzte Detail. Also das ist jetzt... Bis ins letzte Detail. Natürlich weisst du nicht, wie weit das geht mit den Moretti-Geldern und hier und da, da wollen sie untersuchen. Wenn du das anfängst, dann kommst du in keinem Moment mehr. Ich glaube, hier geht es um die Brandursachen, die Brand- und die Schuldigen. Und das ist keine Hexerei. Das kannst du also schnell einmal erledigen. Und dann kommen die innersten, die ganzen Zivilförderungen, und da geht es darum, dass die entschädigt werden. Also die Brandopfer da, die dann in die Bar gegangen sind, die einfach in der Rechnung sind, dass sie sicher sind. Und dann ist etwas erlebend. Vielleicht noch eine letzte Frage. Was bedeutet die Katastrophe von Gramontana für die Schweiz? Wir haben ja den Nimbus gehabt, dass bei uns immer alles perfekt ist. Wenn irgendwo im Ausland so etwas passiert, dann sagen wir, das passiert bei uns nicht. Das ist wie in den Eingängen schon gesagt, dass jedes Rädchen umdreht. Irgendwie ist das auch ein Zeichen von Qualitätszerfall in diesem Land. Wenn einfach so etwas passiert, zeigt es, dass wir lasch werden und dass wir einfach nicht mehr genau hinschauen, dass wir zwar unglaublich viele Vorschriften auf dem Papier haben, Aber sie sind nicht umgesetzt und die Schicht kommt ein von Tieren. Vielleicht in der Romandie, ich mache es dann auch in Anführungszeichen, weil ich es dann auch nicht den Pauschalorten mache, aber in der Romandie hast du sowieso die Tendenz da, unter Zürichs See, Leuden, Westschweiz, das ein bisschen noch lacher durchzusetzen, weniger streng und ja und vor allem wenn es touristische Einrichtungen sind, dann sind es ja sowieso in der Defensive die Gemeinden. Weil wir hier angewiesen sind auf die Einnahmen und die Steine in einen Weg legen wollen. Von hier her ist es natürlich schwierig. Aber die Schweiz hat das damals sicher im Platz. Ich würde das vergleichen mit hier. Die schon ihre Unschuld verloren haben, die gesagt haben, schauen Sie mal, wie ein reiches Land passiert. Plötzlich mitten in Zürich sitzen die Drogensüchtigen, mitten in der Stadt. Jetzt hier in einem reichen Land, in einem modernen Ferienort, wo du das nie erwartest, passiert ein Brand in der Bar mit 40 Toten, 160 Verletzten. Das tue ich mir an. Ich muss dir noch etwas sagen zu dieser ganzen Todeszahl. Von Anfang an hattest du über 40 Tote. Ich bin noch nicht sicher, sind es jetzt 40 oder sind es mehr? Der italienische Aussenminister hat einmal von 47 gesprochen. Und hier hat man immer von 40, sind es genau 40? Vielleicht letzte Frage, wie beurteilst du die Berichterstattung vom Ausland? Gehört man relativ hart in die Kommentierung auch? Italien, Frankreich sind relativ hart in der Berichterstattung. Die Schweizer könnte man vermuten, sind fast schon froh, wenn es da mit der Schweiz abgeht. ist das Wie beurteilst du die Journalisten, die sich auf diesen Fall stürzen? Das finde ich einfach futterneid. Die Schweiz ist ein erfolgreiches Land. Die Italiener sind ja die Ersten, die etwas tun müssen. Ich meine, sie sind nicht weit von hier. In Monterona gab es auch ein Ungleich. Die Seilbahnenbrücke kam mit 22 Toten. Wie ist das mit der Brücke in Genua? Ich möchte nicht schauen, wie sie die Untersuchungen und die Unwaschungen gemacht haben. Bei uns kann man sicher sein, dass keine Brücke zusammenkommt wie bei ihnen. Bei ihnen kommt in der Mitte eine der grössten Brücken im Genua zusammen. Irgendwo kommt eine Seilbahn im Brief. Ich will nicht sagen, dass es hier Seilbahnen gibt. Das haben wir auch schon erlebt in den 60er, 70er Jahren in der Batmoral. Aber die sind doch am falschen Ort, um so etwas zu erzählen. Die kommen jetzt hierher und haben das Gefühl, jetzt kann man auf die Schweiz lospassen. Seht ihr, die Schweiz ist jetzt auch nicht perfekt, wie wir immer gesagt haben. die haben solche Sachen. Also ja, wie solche Sachen einfach auf der Welt passieren. Es ist einfach so, ich kann es sicher noch immer nicht glauben, dass so etwas möglich war. Vor allem die Anzahl der Toten und Verletzten. Mir ist es schreierhaft, dass sie nicht hierhergekommen sind. Das ist für mich so. Ich glaube, wir Schweizer sind erstens in der EU und zweitens stehen wir finanziell gut hier. Und da sind natürlich alle neidisch, dass wir hier einfach gut stehen. Wenn man das Gelegenheit findet, dann ist es natürlich hier. Hier drauf und dann ist es auch draufstehen. Ich meine, ich habe es nicht völlig übertrieben, dass der Minister von Italien hierher reist. Das fand ich jetzt wirklich völlig neben so schön. Also wenn der jedes Mal, wenn sechs Italiener auf der Welt sterben, also wo will er herreisen? Der macht doch nicht mehr das in seinem Leben. Das, sonst, ja, ich weiss nicht, wer wird es geliehen, wenn ich hierher kann brunnen oder sonst an einen Ort anreise und fragen würde, wie hart die Urteile über dich sind. Ich sehe, dass die Franzosen, die hier selber Ermittlungen einrichten wollen, genug zu ermitteln haben. Die sollen bei ihnen aufräumen, sie müssen nicht hierher kommen. Das habe ich vielleicht vorher nicht gesagt, aber das, was die Walliser hier nicht schätzen, ist vor allem die Einmischung von aussen. Das ist für sie wie ein Rotzstuch. Darum finde ich es völlig kontraproduktiv, da einen ausserordentlichen Staatsanwalt oder Franzosen über Ermittlungen zu führen. Und am Schluss machen dort Italiener Ermittlungen. Das ist alles für nichts. Am Ende hoffen wir, dass alles aufgeklärt wird. Vor allem, wie du es gesagt hast, gegenüber den Opfern, den viel zu vielen Menschen, die bei dieser Katastrophe in Gramontana ums Leben gekommen sind. Mit diesen Bildern verabschieden wir uns. Fürs Erste schalte ich aus. Gramontana aus dem Unterwallis zurück. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und noch einen schönen Tag. Vielen Dank.

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Live aus Crans-Montana: Wie weiter nach der Katastrophe? Hubi Mooser, der Walliser Weltwoche-Redaktor, über das Flammen-Inferno in den Bergen

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