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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie in stürmischer Zeit zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily «Die andere Sicht» unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 5. März 2000. 26, heute mit einer glänzend gemachten, von meinen Kollegen glänzend gemachten Ausgabe der Weltwoche. Natürlich mit dem Schwerpunktthema des Kriegs im Nahen Osten, der Eskalation. Ein Experiment mit offenem Ausgang, das die unterschiedlichsten Bewertungen hervorruft, auch in unserer Leserschaft, auch bei unseren Zuschauern. Ganz herzlichen Dank für Ihr... engagiertes Teilnehmen an der Diskussion. Ich kann dann später vielleicht noch stellvertretend die eine oder andere Sichtweise hier kurz vortragen. Ich werde gleich auch die neue Ausgabe Ihnen vorstellen. Aber zuerst noch ein Dank auch an alle, die gestern ins Zürcher Kaufleuten gekommen sind. dieses wunderschöne, altehrwürdige Ja, Theater. Es hat so ein bisschen Theater-Atmosphäre der Festsaal. Und es fand statt, die EU-Schweiz-Tagung des liberalen Instituts. Ich hatte das angekündigt mit einer Diskussion, an der ich die Ehre hatte, teilnehmen zu dürfen, mit dem Rechtsprofessor, emeritiert früherer Rektor der Universität Luzern, Paul Richli, und aus Berlin, aus Potsdam, eingeflogen, Prof. Dr. Gerd Habermann. Einer der ganz grossen liberalen und auch sympathischen, unkonventionellen Denker in Deutschland. Ich kenne ihn schon lange, noch aus meiner Zeit bei der Welt. Damals auch in Berlin ist mir aufgefallen, dass da ein mir noch nicht bekannter Professor einen Artikel schrieb über die Schweiz und dort 2004 den Namen eines gewissen Christoph Blochers positiv erwähnte. Und das war für mich jetzt in Deutschland. Komplett überraschend, dass da ein Intellektueller, ein Universitätsprofessor zu Einschätzungen gelangte, die noch in der Schweiz gewissermassen skandalös gewesen wären. So fanden wir uns also auf der Bühne wieder und haben diskutiert über die innere Entwicklung der Europäischen Union, dann natürlich vor allem über die EU-Verträge, dieses institutionelle Vertragspaket, dass der Bundesrat ja ohne doppelte Abt, ohne doppeltes Mehr, ohne Stände mehr, Durchdrücken will der autokratische kalte Griff hier nach Brüssel, ist bereits zu spüren, die Faust im Nacken sozusagen. Der Machtpolitik, dem ist natürlich eine grosse Absage zu erteilen. Hochinteressant und auch erhellend, was die beiden Votanten sagten, sowohl Habermann mit seinen Schilderungen aus dem Innern des Lebens in der Europäischen Union, Und Professor Richli, ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesamts für Justiz und grosser Experte und Sachverständiger dieser institutionellen Verträge, er hat gezeigt, wie eine Annahme dieser Verträge den schweizerischen Staatsaufbau von unten nach oben, unsere Demokratie und damit eben auch das Tafelsilber, wenn man so will, unsere Staatlichkeit, die Volksrechte, ins Herz treffen würden. Unter anderem könnte eben mit diesem Vertrag dann recht direkt eingeflogen werden in der Schweiz. Die EU-Kommission hätte die Befugnis, dass sofort wie eine präsidiale Verfügung des amerikanischen Staatschefs Trump, der ja mit Dekreten regiert, genauso könnte die... EU-Kommission in der Schweiz durchregieren. Man hätte dann noch theoretisch die Möglichkeit, sich mit einem Referendum zu wehren, aber oberste Gerichtsbarkeit nicht mehr in der Schweiz, sondern bei der Europäischen Union mit der entsprechenden Sanktionsgewalt. Ein Diskussionsteilnehmer sagte dann, das sei ja auch eine Regime-Change-Übung, wie wir sie jetzt im Iran beobachten, Regime-Change in der Schweiz. durch die institutionellen Verträge. Ich habe dann hinzugefügt, ja, aber die Amerikaner zahlen selber für ihre Angriffe, während bei diesem Rahmenvertrag, Entschuldigung, bei diesem institutionellen Vertrag, die Schweiz dann auch noch bezahlen müsste. Also man würde sozusagen den Regime-Change noch auf die eigene Kappe finanziell nehmen müssen, um der Absurdität hier eine Krone aufzusetzen. Also direkte Verfügungsgewalt der EU-Kommission. bewaffnet mit ihren Richtern, Sanktionen, Bussen, Möglichkeiten. Es wurde auch eröffnet von Professor Richli, dass dies Tür und Tor öffnet für Willkür, entgegen den Beteuerungen der Befürworter. Die sagen, so könnte die Willkür gebändigt werden. Nein, die EU hat die Möglichkeit, wenn sich die Schweiz wehrt, in allen Gebieten entsprechende Vergeltung zu machen. Das muss gar nicht im gleichen Vertragsgebiet stattfinden. Also hier eine harte Sanktionswaffe, um was übrigens auch dahin fielen. wäre etwas vom Entscheidendsten, was ja die Qualität der schweizerischen Gesetzgebung auszeichnet, dass wir ausgedehnte Vernehmlassungsverfahren haben. Diese werden zwar immer wieder kritisiert wegen ihrer inhärenten Langsamkeit, wenn man sagt, ja, das ist die Schweiz auf der Kriegsspur, aber diese Langsamkeit hat natürlich den unschätzbaren Vorteil, dass man eben nicht mit Tempo Teufel den grössten Unsinn beschliesst, sondern eben etwas abwägender, etwas sorgfältiger, Die Sache... durchleuchtet und so dann eben zu tragfähigeren, solideren Lösungen kommt, die verheben. Wunderschönes schweizerdeutsches Wort verheben. Das ist ja nicht einfach nur halten, zusammenhalten, sondern es ist sozusagen die Doppelhelix der schweizerischen Solidität. Es verhebt etwas, es wird also gewissermassen zwiefach verschränkt. Das ist Ausdruck eben auch dieses Denkens und dieses Vernehmlassungs. dass dem Diskurs der kritischen Auseinandersetzung, der Rede und Gegenrede, grosses Gewicht beimisst. Und dies ist in der Europäischen Union so eben nicht der Fall. Ein Staatsaufbau von oben nach unten, das Gegenteil der Schweiz, die von unten nach oben entstanden ist. Und das würde nun ausserkraftgesetzt, aufgepropft von oben mit den Durchgriffsrechten und Verfügungsdirektiven aus. Brüssel ein kompletter Umsturz, eben ein Regimewechsel in der Schweiz. Mir gefällt diese Formulierung. Die neue Weltwoche, Zivilisationsbruch oder Zivilisationsschub. Ja, ich stecke da einige Kritik und Prügel ein, weil ich nicht einstimmen mag in gewisse Jubelgesänge jetzt zu diesem Krieg im Nahen Osten. Ja, dieses Mullah-Regime, das sind Henker am eigenen Volk. die natürlich auch das Unheil, das jetzt über sie hereinbricht, heraufbeschworen haben. Allerdings, schon wenn ich das sage, sträubt sich etwas in mir. Denn als Historiker und als Betrachter des Zeitgeschehens, und das versuche ich ja eigentlich in allen Gefilden zu tun, muss man sich immer auch in die Ursprünge, in die Entstehungsbedingungen von etwas vertiefen. Warum ist denn überhaupt etwas... passiert, warum gibt es denn diese Mullahs, was sind da die tieferen Gründe und dann kommen sie eben in die grosse Widersprüchlichkeit und Schwierigkeit und Vieldeutigkeit geschichtlicher Entwicklungen, das ist der analytische Ansatz, dann gibt es natürlich den direkten politischen und der ist hier auch hochakut, da sind dann die persönlichen Interessen involviert, wenn eben Israel handelt oder Amerika handelt, Libanon, Jordanien. Staaten, die dort sind, dann sind sie eben auf eine Art und Weise betroffen, beispielsweise von einer Regierung, von einem Regime, die völlig anders ist, als das bei uns der Fall ist. Und die Diskussion, wie weit jetzt eigentlich so ein Krieg in unserem Interesse sein könnte oder eben nicht und das entsprechende Geschehen, das sind komplizierte Diskussionen und ich kann es mir hier, verzeihen Sie, nicht so leicht machen. Freude auszubrechen, wenn Bomben fallen, Raketen abgeschossen werden und Staatsoberhäupter, für die ich null Sympathien habe. Im Gegenteil, wenn die abgeräumt werden, einfach so exekutiert, die Amerikaner, die Israeli, wie Richter und Henker in Personalunion, dann löst das bei mir eher Nachdenklichkeit aus. Auf der anderen Seite, natürlich, es gibt das Argument, hören wir auch, ich habe es angesprochen in meinem Editorial, wenn wir die Bedenkenträger-Mentalität weglegen und sagen, wenn das alles gut herauskommt, wobei im Moment ist hier ein Flächenbrand im Gang, vielleicht ist es auch nur ein Aufflackern vor dem endgültigen Zusammenbruch, und selbstverständlich gibt es Perspektiven, dass da alles dann sich richtig fügt und die Bösen werden von der Erdoberfläche dort verschwinden und es breitet sich eine Ordnung aus, die erfreulicher ist, die auch im Interesse ist. der westlichen Mächte ist. China, Russland wird zurückgedrängt. Das freut natürlich all jene, die sich hier in so einer Weltkonfrontation sehen. Ich bin da. Ambivalent. Ich habe eine, sagen wir mal so, ergebnisoffene Betrachtungsweise, bemühe mich so eine zu haben, denn es gibt gewaltige Risiken, es gibt gewaltige Möglichkeiten. Das Positive, um das hier auch einmal herauszustreichen, das Positive ist, dass viele Lebenslügen, Irrtümer und falsche Orientierungspfosten, die stürzen jetzt ein, die brechen zusammen. Beispielsweise Diese verlogene Vorstellung eines Völkerrechts, das die Mächte binden würde. Als ob es ein Recht gäbe über den Staaten, das dann eben selektiv und fallweise angerufen werden kann, um der eigenen Position eine höhere Weihe zu geben, sozusagen dieser Moralismus. Ja klar, die Russen haben das Völkerrecht klar gebrochen. Wir sind die Gralsüter des Rechts und deshalb sind unsere Massnahmen gegen Russland gerechtfertigt und der Russe ist in Grund und Boden zu verdammen. Und das ist eben... das Völkerrecht als moralisches Aufputschmittel, das immer wieder verwendet wird. Und ich würde einfach davon abraten, dieser Kategorie Gewicht beizumessen. Und das Völkerrecht oder die Vorstellung, dass es darüber Ordnungsdinger gibt, ja, dass man versucht, über Staatsgrenzen hinaus Regelungen zu finden und gemeinsame Lösungen, dagegen ist nichts zu sagen, das verteidige ich. Aber diese überzogene, heuchlerische, doppelmoralische Vorstellung und der Einsatz dieses Völkerrechts als feste Grösse, das ist zu kritisieren. Das stürzt jetzt ein und bringt einem neuen Realismus hier die Möglichkeit, sich zur Geltung zu bringen. Also dass man da etwas realistischer wieder anfängt zu denken, dass man vielleicht auch herunterkommt mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Hier einfach nur noch in diesen moralisierenden Kategorien. zu schwelgen, sondern sagt, ja, nein, diese Mächte, es gibt Krieg, es gibt Konflikte, manchmal schlagen sie los und das ist keine gute Sache, das löst einem nicht Begeisterung aus, aber es sind einfach Realitäten, mit denen wir uns beschäftigen müssen und dann wird man zurückgeworfen auf seine eigenen Interessen, auf seine eigenen Möglichkeiten. Und dieses Einstürzen von Illusionen ist etwas Gutes, wir sehen es hier bezüglich dem sogenannten Völkerrecht Oder... Wir sehen es auch im Fall Epstein, um jetzt einen kühnen Sprung zu wagen, dort wird eine ganze Scheinelite entzaubert. Das ist ja auch etwas Positives, dass man die mal nicht in dem Licht sieht, in dem sie sich sozusagen dargestellt haben und fast heilig gesprochen. Jetzt sehen wir sie eben so, wie sie wirklich sind. Das wird aufs menschliche Mass zurecht gestutzt. Das ist heilsame Ernüchterung an allen Fronten. Gut, das Gesetz des Dschungels. Ich beschreibe das kritisch, aber eben auch mit einem positiven Ausblick. Ich nehme dazu Stellung in einer Art und Weise, die auch jener Gefühlslage Ausdruck gibt, die ich hier einfach verspüre. Zum einen natürlich Bestürzung über dieses Gesetz des Dschungels, über diese Gewaltakte, die Eskalationsgefahr, die Art und Weise, wie das läuft. Und zum anderen aber auch... die durchaus vorhandene Möglichkeit, dass sich da etwas zum Besseren wenden könnte. Allerdings, man muss vorsichtig bleiben, man kann noch nicht sagen, wie es kommt. Ich werde dann ein paar aktuelle Entwicklungen nachher ansprechen, das kann auch in einer Katastrophe enden. Muss nicht sein, kann, wir werden es sehen. Die Titelgeschichte Zivilisationsbruch oder Zivilisationsschub zur Geschichte des Bombenpräzisionskriegs, das ist eine... Analyse, was es eigentlich bedeutet, wenn Staatsführer, die man als Bösewichter, als Schurken identifiziert, wenn die in einem Krieg laserpräzis ausgeschaltet werden. Ist das nun der absolute Höllensturz sozusagen, eben Grossmächte als Richter und Henker? Oder aber hat das auch eine andere Qualität, nämlich eine chirurgische... Veränderung des Krieges, dass eben das Zeitalter von Massenherren, die sich da auf irgendwelchen Schlachtfeldern gegenüberstehen und abschlachten, das es immer noch gibt, wir sehen das auch, dass das plötzlich in eine neue Dimension hineinkommt des Präzisionskriegs. Und ich habe dazu geschrieben, gewissermassen eine Kulturgeschichte, das klingt jetzt etwas frivol, aber ist nicht so gemeint, eine Kulturgeschichte des Präzisionskriegs. Und das ist hochinteressant, vor allem was eben diesen Bombenkrieg angeht, da gibt es eine Eine wirklich sehr bemerkenswerte historische Entwicklung, die hat der kanadische Publizist Malcolm Gladwell einmal aufgearbeitet in seinem brillanten Buch «The Bomber Mafia». Ich habe das übrigens in dieser Sendung auch schon mal vorgestellt, hätte mir nicht gedacht, das jetzt einmal noch so anwenden zu müssen. Aber das ist etwas der Hintergrund, wie da die Verfechter des Flächenbombardements und die Befürworter des Präzisionsbombardements, die darin eine Humanisierung des Krieges sahen, wie die sich eben zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gegenüberstanden. Und die Flächenbombardementfraktion, die hat damals gewonnen, weil es einfach noch zu wenig genaue Zielcomputer gab. Aber jetzt die späte Rache, der späte Triumph der Bombermafia, die eben auf den Präzisionsbombenkrieg setzte. Dann haben wir einen Vergleich von Urs Geriger, der mir hart an den Karren fährt mit Argumenten, so muss es sein. Der widerspricht auch meinen Deutungen, er vergleicht. Den Ukraine-Krieg und den Angriff auf den Iran, und er sagt, dass auf den Iran ist ganz etwas anderes, dieses Mullah-Regime, das ist wirklich eine Verbrecherbande, der das Handwerk gelegt werden musste. Es gibt viele Gründe, die diesen Angriff rechtfertigen, während die Situation in der Ukraine überhaupt nicht damit zu vergleichen sei und Putin bleibe da der Aggressor, während Trump der Befreier sei. Das ist das Argument von Urs. Gäriger, das natürlich einen harten Schnitt bedeutet zu meinen, aber genau das ist meines Erachtens der Punkt, wenn man behauptet, es gäbe da nur eine Wahrheit, eine Betrachtungsweise, dann liegt man falsch. Und Sie sehen hier eben auch das Zentralmotiv der Weltwoche, Diskussionen in Gang zu bringen, sie zu inspirieren und sie auch auszustatten, mit Argumenten diese Diskussion zu führen. Tolles Interview von Jürg Altweck mit Emanuel Toth, dem Historiker, den Untergang der kommunistischen Supermacht Sowjetunion vorausgesagt hat, der sehr düster kommentiert den Zustand der Vereinigten Staaten. Und Jürg Altbeck hatte sogar noch die Möglichkeit, mit Emanuel Todt, der gerade mit Peter Thiel zu Abend gegessen hatte, zum Iran-Krieg zu befragen. Sehr interessant, das müssen Sie lesen. Viele, viele Themen in der Weltwoche. Mein Kollege Marcel Odermatt hat... den Herrn Frohnmaier, den Markus Frohnmaier, AfD-Spitzenkandidaten Baden-Württemberg, getroffen und mit ihm einmal nicht im Sinne eines Verhörs und einer Inquisitionsbefragung zu sprechen. Wer sind Sie? Woher kommen Sie? Warum betreiben Sie Politik? Damit unsere deutschen Leser einmal die Gelegenheit haben, sich überhaupt zu informieren, was für Politiker da von der AfD... den Laden aufmischen und was man von denen halten muss und wie sie sich eigentlich selber sehen, also sozusagen dieser etwas menschliche Ansatz, während sie ja sonst in deutschen Medien und auch bei uns immer nur auf schärfste angegriffen werden. Nun also zu den aktuellen Zeitungen, zu den Themen. Ah, noch ganz kurz vorher, die Reaktionen aus der Leserschaft zu meinen Kommentaren, die ja Ich gebe es zu, auch etwas ringend darum, muss mir auch immer selber wieder klar werden, was man von einem Sachverhalt hält und das entwickelt sich auch. Ich habe meine Meinungen auch schon geändert, klar, wenn sich die Fakten ändern oder wenn man mal eine Fehlüberlegung gemacht hat, niemand ist unfehlbar. Aber umso wichtiger ist, dass Sie das auch kritisch begleiten. Jetzt zum Beispiel habe ich da etwas bekommen von einem Zuschauer aus Deutschland. Er sagt, er sehe Ihre Meinung sehr gern, vor allem. Sie entspricht in vieler Hinsicht meinen Meinungen. Jedoch mit der Verurteilung von Trump im Iran-Debakel finde ich sie wieder unter den Superdemokraten. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Der persische Religionsteufel wurde beseitigt. Alle freidenkenden Menschen sind erleichtert. Sollte der Krieg gestoppt werden, damit dieser Verbrecher erst mal Gericht gestellt wird, ausserordentlich weltfremd. Ihre Gutmenschen-Rhetorik zur aktuellen... Situation im Nahen Osten spricht die Weltwoche für Missachtung des Völkerrechts. Dazu muss aber gesagt werden, dass der Iran seit Jahren die Menschenrechte im eigenen Land aufs Gröbste missachtet. Zudem ruft das Mullah-Regime seit Jahrzehnten zur Vernichtung des jüdischen Staates auf. Wenn nun das Völkerrecht strikte angewendet würde, müsste Israel bis zu seiner nuklearen Vernichtung warten, bevor es angreifen würde. Wo steht hier das Völkerrecht? Da bringen Sie schon einen ganz wichtigen Punkt. Und das habe ich am Anfang vielleicht auch etwas in der Gutmenschenfalle tatsächlich. Überbetont das Völkerrecht als Kategorie. Aber was ich eigentlich sagen wollte, oder was vielleicht meine Meinung ist, aber man kann die immer noch kritisieren, dass... Das Synonym für mich des Völkerrechts ist das Bestreben der Versuchung, vor allem auf Seiten der westlichen Mächte, eben doch irgendwo eine kooperative, regelbasierte Ordnung aufrechtzuerhalten. Ich bin nicht gegen das oder gegen die UNO, dass man mit den Russen zusammensetzt, mit den Chinesen, dass die Nuklearmächte zusammenkommen, um eben Konflikte... zu lösen, einzuhegen, wenigstens sich zu verständigen. Und das ist ja in den letzten Jahren auch vor allem gegenüber Russland ausser Kraft gesetzt worden. Aber Sie haben schon recht, das Völkerrecht in dieser emphatischen Beschwörung, wie es mir am Anfang auch durchgerutscht ist, das kann man sehr, sehr kritisch sehen. Muss man vielleicht auch kritisch sehen. Und wie gesagt, es geht immer darum, in Echtzeit entsprechend sich da deutend. Voran zu bewegen in den USA übrigens tobt eine ganz interessante Diskussion darüber, ob Trump überhaupt berechtigt war, diesen Krieg zu entfesseln oder ob er den Kongress hätte befragen müssen. Da gibt es natürlich auch diese und jene Meinung. Das Recht allzu selten eine feste Grösse, aber eben im Staat haben sie eine Durchsetzungsmacht, ein Schwert, das dann eben Recht schaffen kann, indem es eben einfach die Gesetze entsprechend ihrer Anwendung erzwingt. krieg US-Bomber umfliegen Schweizer Luftraum. Ja, das ist interessant. Sie nehmen Rücksicht auf die Neutralität, obwohl die Schweiz dazu noch gar keinen Entscheid verfügt hat. Neutralität heisst keine Überflugsrechte für auswärtige Kriegsmächte. Ganz klar, aber ich bin fast sicher, dass das aufgeweicht wird. Tempo 30, Abfuhr für Stadt Zürich, die grünen Ayatollahs. In Zürich, ja, auch wir haben unsere, natürlich nicht das Gleiche, aber ich erlaube mir hier diese sehr überspitzte und nicht falsch zu verstehende Darstellung. Auch wir haben Fundamentalisten bei uns in der Politik, die dann zum Teil, und zwar schlechte Fundamentalisten, ist ja nicht immer schlecht, wenn man Fundamentalist ist, wenn man zu guten Fundamenten zurückgeht, aber eben die schlechten Fundamentalisten, die dann eben jetzt mit diesem Tempo 30, mit diesem Heiligen Krieg gegen den Autofahrer in der Stadt Zürich nicht durchgedrungen sind. Es gab eine Abstimmung, die Stadtregierung hat sich gewehrt vor Bundesgericht gegen den Volksentscheid. Und jetzt hat das Bundesgericht gesagt, nein, ihr könnt das nicht zurückpfeifen. Das ist sozusagen rechtlich gedeckt, wenn es vom Volk entschieden ist. Ständerat bewilligt Millionen für Opfer, ja die Almosenpolitik. Selbstbezichtigungsasche auf mein Hauptpolitik in Bern, verbunden mit dem Schuldeingeständnis wegen Gramontana, der Ständerat auf Gutmenschenkurs. Dann Kaya Kallas, die Chefdiplomatin der EU, hält in der Schweiz seine Rede heute Abend, und zwar an der Uni Zürich im berühmten Churchill-Saal in der Aula, wo der Britenpremier 1946, also schon nach seiner Abwahl in Grossbritannien Seine Rede hielt über die Vereinigten Staaten von Europa, zu denen die Briten aber nicht gehören wollten, und den «eisernen Vorhang» als Begriff hier sehr wirksam in den Raum. Stellte nun also Kaya Callas, für mich eine sehr zwiespältige Politikerin, die ich kritisch sehe, die aufgrund ihrer natürlich zu respektierenden Familiengeschichte eine absolute Russlandhasserin ist und irgendwo noch im Kalten Krieg stecken geblieben, weil ihre Verwandten, ihre Vorfahren sind von der Sowjetunion drangsaliert worden. Dafür habe ich Verständnis und ich kann auch verstehen, dass eben im Baltikum, in anderen Ländern, diese Angst vor Russland berechtigt und eben aus dieser Interessenlage heraus verstehbar so gross ist, dass man das heute alles auf Russland projiziert. Die Frage ist einfach, sollen wir uns diese Position zu eigen machen und diese Gottesdienste da gemacht wird, jetzt um Kaya Kalas und dass sich eben diese Politik... hier inszenieren dürfen in der Schweiz mit ihrer auch Kriegsrhetorik in einem Churchill-Saal. Das finde ich falsch, zeigt auch das eben an den Unis und so weiter. Dieses Bewusstsein für eine massvolle Betrachtung und vielleicht auch etwas schweizerisch-spezifische Betrachtung nicht vorhanden ist, sondern dass man da geistig der EU bereits beigetreten ist in der Universität Zürich. Die Unis gehören ja zu den ganz grossen Vorantreibern der EU-Unterwerfung. Anstehen für die Neutralität. 86 Nationalräte wollen sich zur Initiative der SVP äussern. Jetzt die grosse Diskussion um die Neutralitätsinitiative in der Schweiz. Christoph Blocher ist der Urheber, aber es gibt auch viele andere, die da mitgewirkt haben. Übrigens auch von der linken Seite her. Ich erinnere an den Politologen Wolf Linder. Ich erinnere an Pascal Lotta mit seinen Neutrality-Studien aus Japan. Wir haben ihn auch schon interviewt. Das sind Exponenten, die eher von der sozialdemokratischen linken Seite kommen. Es gibt eine kommunistische Gruppierung im Kanton Tessin, die die Neutralität hochhält, aber der Mainstream will von der Neutralität nichts wissen und argumentiert mit dem falschen Argument, mit der Falschbehauptung, das Problem dieser Initiative sei, dass sie die Neutralität flexibel, die Flexibilität bei der Auslegung bekämpfen wolle, dass sie dem Bundesrat klare Vorschriften macht. Meine Damen und Herren, Das ist das dümmste Argument, das man bringen kann. Denn bei der Neutralität geht es um Krieg oder Frieden. Und bei diesen Fragen, Tod oder Leben, darf es doch keine Flexibilität geben, keine Gummineutralität, keine Bikoflexneutralität. Da geht es darum, ob unser Bundesrat das Recht haben soll, die Schweiz in Kriege hineinzustürzen, und zwar in Fremde, nicht wenn wir angegriffen werden. Und da reicht es nicht, wenn man sagt, der Angriff auf die Ukraine ist auch ein Angriff auf die Schweiz. Wo denn? Das ist doch dummes Zeug. Und das will die Neutralitätsinitiative, diese Macht dem Bundesrat nehmen, im Geist der... Neutralitätsbegründer unseres Landes. Übrigens auch in der Neuen Zürcher Zeitung, wo man diesen Begriff einst sehr ernst genommen und sehr streng ausgelegt hat. Also wenn wir schon bei anderen Fragen, wo es gefährlich wird, zum Beispiel bei den Tempolimiten auf der Autobahn, kann man ja auch sagen, geht es um Leben oder Tod, haben wir dort Flexibilität, kann man sagen, ja, aber ich muss schon die Möglichkeit haben, als Autofahrer dann selber zu entscheiden, ob ich jetzt 180 fahre, 250 oder 90. Machen Sie das mal, probieren Sie es mal und schauen Sie dann mal, wie flexibel das ausgelegt wird. Aber nein, wenn natürlich der Bundesrat, wenn die hochwohlgeborenen Chefs da in Bern, die gar nicht die Chefs sind, denn die Chefs sind eigentlich wir. Und die Neutralität ist unser Instrument, um uns zu schützen vor denen in Bern, die eben grössenwahnsinnig werden können. Denen will man jede Flexibilität geben. Und dass intelligente Leute in einer neuen Zürcher Zeitung so etwas schreiben, ist unglaublich. Selbstbild des Landes. Ja, meine Damen und Herren, ich überblicke hier noch einmal die Nachrichten, aber kürze jetzt etwas ab. Nein Zwei Themen habe ich noch, beziehungsweise eins. Die Entwürfe für die neuen Banknoten zeigen Pflanzen, Insekten und Landschaften. Für mich auch ein interessantes Indiz, dass auf unseren Banknoten historische Persönlichkeiten, wie das früher der Fall war, in der Schweiz völlig draussen sind. Also man hat hier eine Neutralisierung, eine Euroisierung, nimmt man da der Banknoten vor. Fast noch nichtssagender. als die Euro-Banknoten. Da sind immer noch so Steine oder Bauwerke drauf, wenn auch manchmal sehr schwer zu erkennen, was es ist. Vielleicht ist es auch nichts. Und jetzt gehen wir in Richtung Insekten, Pflanzen und Landschaften. Das ist sozusagen die Sterilisierung der Banknote als Transportmittel schweizerischer Identitätsmerkmale. Irankrieg treibt Ölpreis in die Höhe. Auch der Gaspreis steigt nicht im schweizerischen Interesse. Meine Damen und Herren, Das war's von Weltwoche Daily Schweiz, jetzt dann gleich die internationale Ausgabe. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten. Das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. 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EU-Unterwerfung: Direktiven aus Brüssel, Entmachtung des Volkes, Ende der Vernehmlassung. Iran-Krieg: Büchse der Pandora gesprengt. Das dümmste Argument gegen die Neutralitätsinitiative. Epstein und Iran: Warum das auch gute Nachrichten sind

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EU-Unterwerfung: Direktiven aus Brüssel, Entmachtung des Volkes, Ende der Vernehmlassung. Iran-Krieg: Büchse der Pandora gesprengt. Das dümmste Argument gegen die Neutralitätsinitiative. Epstein und Iran: Warum das auch gute Nachrichten sind
EU-Unterwerfung: Direktiven aus Brüssel, Entmachtung des Volkes, Ende der Vernehmlassung. Iran-Krieg: Büchse der Pandora gesprengt. Das dümmste Argument gegen die Neutralitätsinitiative. Epstein und Iran: Warum das auch gute Nachrichten sind
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