Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt in einer Welt des hochbrandenden Wahnsinns. An allen Fronten. Nur die Schweiz scheint relativ verschont. Warum? Weil wir ein unabhängiges, noch direkt demokratisches Land sind, in dem eben die Politiker nicht alles zu sagen haben. Das heisst nicht, dass alle Politiker wahnsinniger wären, aber die abgeschottete Teilintelligenz, die sich da in diesen geschlossenen Abteilungen der Bundespolitik findet, ist eben zwangsläufig der Schwarmintelligenz der Bevölkerung im weitesten Sinn, in all ihren Vielfältigkeiten und Schattierungen unterlegen. Das ist der ganz entscheidende Punkt, dass bei uns eben alle mitwirken können und dass alle mit allen über alles reden und auch darüber bestimmen, was sie am Ende direkt betrifft. Und darum sind natürlich diese Abstimmungswochenenden. Immer ein besonderes Hochamt, gestern Sonntag auch nationale, kantonale und auch Gemeindeurnengänge. Interessant, was da alles entschieden wurde, was da alles passierte. In den Medien natürlich an der Spitze die Abschaffung der Phantomsteuer des Eigenmietwerts, nach 91 Jahren abgeschafft, glückliche Hausbesitzer im Volk der Mieter, so titelt die Zeitung. Der Eigenmietwert ist eine Absurdität, ein fiktives Einkommen, das besteuert wird. Darauf musst du erst einmal kommen. Verbunden allerdings auch mit Steuerabzügen, die es gab im Zusammenhang mit dieser Phantomsteuer. Und das fällt jetzt alles dahin. Ich bin ein Gegner des Eigenmietwerts, wie so viele in unserem Land. Trotzdem bin ich ein Skeptiker dieser Vorlage gewesen, wobei Experten mir gesagt haben, das sei schon alles richtig durchkalkuliert und auch nach allen Berechnungen kommen wir dann am Schluss mit einem Abzug weg. Aber ich bin eben nicht so sicher, dieser Eigenmietwert, weil was eben gleichzeitig jetzt gestrichen wird, ist die Möglichkeit, Schulzinsen abzuziehen, und zwar sowohl bei den Hypotheken. Ausser sie haben ein Mehrfamilienhaus, das sie dann renovieren müssen. Es gibt bestimmte Ausnahmen. Und zweitens natürlich Schuldzinsen auch bei Unternehmen, wenn sie etwa Lombardkredite aufnehmen, das raubt Flexibilität. Und die Kantone haben die Möglichkeit, jetzt Zweiteigentum noch weiter zu besteuern. Und man muss sich einfach fragen, was passiert, wenn die Zinsen wieder steigen, wenn in der Schweiz eben nicht mehr diese Zivzinspolitik herrscht, sondern wie früher vielleicht 6-7%. Zinsen auch auf den Hypotheken. Was wird dann? Wie ist dann die Situation, die finanzielle? Ich habe ein Unbehagen bei dieser Eigenmietwertvorlage immer gehabt, weil eben neben dem wirklich abstrusen Eigenmietwert überflüssigerweise jetzt eben andere Steuerabzüge ent... fallen und das ist vielleicht eben auch der Grund, warum das diesmal durchgekommen ist. Man hat ja nicht zum ersten Mal versucht, diese Steuer zu bodigen, aber jetzt waren eben auch die Linken offensichtlich mehr oder weniger dabei. Natürlich auch schwankend und wankend mittendrin, da die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Badran, die zuerst für die Abschaffung war, dann dagegen sich engagiert jetzt abgetaucht ist. Am Wochenende, sonst ist sie ja immer auf allen Kanälen zu haben, aber wenn sie dann eine Niederlage einfährt, dann duckt sie sich weg. Das ist eben auch typisch für diese Politikerin da, die sich immer gross aufspreizt vor den Mikrofons. In jeder Märchenstunde, im Literaturclub, Polizendungen, Arena hat sie ein Dauerabonnement, wird sie sozusagen als Universalorakel der schweizerischen Gegenwart sozusagen als Zeitgeistsprecherin installiert. Aber eben, wenn es da mal hinten rausgeht, dann sind sie plötzlich unsichtbar. Unsichtbar, die Unsichtbare. Nun, wie auch immer, die Linken waren dafür, weil sie vermutlich gewittert haben, dass am Ende eben doch mehr steuern. Möglichkeiten beim Staat liegen, beziehungsweise dass eben da Abzüge entfallen im Bereich der Schuldzinsen, dass eben die Unternehmer auch bestraft werden. Dann diese E-ID, diese Patientenkarte und elektronische Identitätskarte ist hauchdünn durchgekommen, 50,39% Ja stimmen. Auch da, ich bin ein Gegner dieser E-ID, weil ich diesen Daten... Sammlungen, diesen Datenzusammenraffungen von Status wegen, einfach mal instinktiv misstrauen. Aber unsere Behörden haben ja versprochen, dass sie da keinen Missbrauch treiben werden, dass das freiwillig bleibe und dass man da mit dem Datenschutz ernst machen werde. Das werden wir jetzt sehen. Bemerkenswert, dass der Wirtschaftsdachverband Economy Suisse in einer ersten Stellungnahme, ich habe das gestern auf dem Flug nach Wien, ich war noch an einer Fernsehdiskussionssendung links, rechts, Mitte. Zur UNO-Rede von Donald Trump, den ganzen Migrationsimplikationen, aber eben auch dem Ukraine-Krieg im österreichischen Fernsehen, ServusTV. Sehr interessante Diskussion mit Gerald Knaus, Frau Walterskirchen und noch einer Kollegin vom Magazin Der Falter. War eine, glaube ich, interessante Diskussion, schauen Sie sich das an auf ServusTV links, rechts, mitten. Als ich da im Flieger saß, habe ich mir die Stellungnahme von... Economy Suisse angeschaut. Und da geht man natürlich mit Vollgaracho jetzt wieder weiter. Das sei der Durchbruch in die digitale Zukunft. Ja, natürlich, selbstverständlich. Wir sind einverstanden. Aber da diese pausbäckige Garacho-Mentalität, da brechen da möglicherweise bald einmal die Dämme. Zürich bekommt ein Laubbläser- Verbot. Das ist auch interessant, diese Lärm. Verursacher, die werden jetzt gestrichen. Und Jennifer Ann Gerber, die ehemalige Schönheitskönigin, wird Gemeinderätin von Oberwil-Lili im Kanton Aargau. Das ist die Gemeinde von Andreas Glarner, und zwar für die FDP. Jennifer Ann Gerber, ich kann mich erinnern, wir haben uns mal kennengelernt, vor 20 Jahren muss das schon her sein, am Zürcher Journalistenball. Damals noch im alten Hotel Dolder. Wir gratulieren natürlich herzlich der frischgebackenen FDP-Gemeinde Rätin. Dann historisch, glaube ich, würde ich den Entscheid im Kanton Zürich nennen. Zürcher Stimmvolk bremst Klimaschutz-Turbos fast 60 Prozent. Nein, die Bevölkerung von Zürich will nichts von beschleunigtem Klimaschutz wissen. SVP und FDP jubeln, herrscht bei den linken und Mitte Parteien Ernüchterung. Das Energiegesetz im Kanton Zürich abgeschossen, 59,5%. Nein, das ist bemerkenswert, das ist eine Sensation. Und das zeigt, dass eben die Bevölkerung trotz Dauerbeschallung, Dauerbedröhnung in diesem Bereich doch relativ immun ist gegenüber den Einflüsterungen dieser Klimawahn-Lobby. Man muss es ja als Klimawahn bezeichnen, wenn du davon ausgehst, dass die Schweiz mit ihrem Bruchteil eines CO2-Ausstosses die Welt beglücken oder die Welt gar retten soll. Dies in Zeiten, als sich immer mehr Zweifel an dieser CO2-Theorie äussern. Ich erinnere auch an die Rede des amerikanischen Präsidenten vor der UNO. Das war ja... Vielleicht einer der köstlichsten Momente, als Trump gegen die Klimapolitik vom Leder gezogen hat. Sein Standpunkt, Europa macht zwei gigantische Fehler. Man reitet sich da in die Hölle gewissermassen. Migration, Zuwanderung ohne Grenzen und das Zweite, die Energiepolitik, die Klimapolitik. Und hinten sass Annalena Baerbock, die frühere deutsche Aussenministerin und Grüne, die vermutlich nur unter Schmerzen, aber sie hat sich relativ wenig anmerken lassen, unter Schmerzen. Unter Wallungen, diese Tiraden, sich da über sich hatte ergehen lassen müssen. Nein, das ist historisch, dass man dem eine Absage erteilt und sagt, das ist eben Klimawahn. CO2-neutral bis 2040, da werden alle Bögen überspart. Der Regierungsrat hat ja hier auch ein Nein empfohlen, eine Schlappe für den Energiedirektor Neukomm. Und letztlich auch Indiz dafür, dass dieser Klimazauber, dass der grüne, fiebrige Höhenflug, der ja bereits zu bestimmten Szenarien Anlass gab, ja im Bundesrat durchmarschiert. Warum eigentlich nicht nur grüne Bundesräte? Wäre ja auch eine Idee. Das ist jetzt alles... gestoppt worden. Das ist fürs Erste und hoffen wir auch für eine längere Zeit jetzt in Vergessenheit geraten. Ich sage aber auch an die gebeutelten Grünen. Das heisst ja nicht, dass die Leute gegen Umweltschutz wären. Es sind alle grün. Ich würde mich auch als grün bezeichnen. Aber grün eben nicht in dem Sinn, dass unter einer grünen Oberfläche dann plötzlich das Tiefrot des Sozialismus zum Vorschein kommt oder gar des Kommunismus. Und da gibt es eben einige und zwar immer mehr, immer mehr, immer, ja, viele. Innerhalb dieser grünen Bewegung, so scheint es mir, die eben dieses berechtigte Umweltanliegen verbinden mit ganz anderen Zielsetzungen. Man benutzt die Natur, um die Marktwirtschaft abzuschaffen. Also hier sozusagen die Linken in der Tarnung eines Umweltbewusstseins. Das gleiche sehen wir auch in der Genderpolitik. Da gibt es auch diese Fanatiker, die benutzen diese Gender- oder Gleichberechtigungspolitik. um eben ihre sozialistische Agenda durchzudrücken. Und das gilt es zu erkennen. Die suchen sich natürlich, die Sozialisten, immer wieder neue welthistorische Subjekte, nachdem sich die Arbeiterschaft jetzt nicht hat befreien wollen von den Sozialisten, weil sie gemerkt hat, dass das in die Knechtschaft führt. Ja, dann suchen sie sich eben andere Gruppen. Und die Natur kann sich nicht wehren, das Klima kann sich nicht wehren gegenüber dieser Vereinnahmung. Und bei den Gender- und Transgruppen sind das so wenige. dass man sich da eben auch schnell einmal zum Superanwalt der galaktischen Gerechtigkeit aufschwingen kann. Die Labour-Partei beginnt den Glauben an Keir Starmer zu verlieren. Die Labour-Party, die ja kaum war sie im Amt, in Grossbritannien bereits in den Seilen hing, offenbar grosser Parteitag, Jahreskongress mit Krisensymptomen, auch da der linke Zeitgeist hat es schwierig, was aber nicht heisst, dass man friedlich abdankt. Ich verstehe nicht, wie man die USA noch als Demokratie bezeichnen kann. Das sagt der US-Schriftsteller und Journalist George Packer, der übrigens ein ganz hervorragendes Buch damals geschrieben hat, «Die Abwicklung». Und dieses Buch «Die Abwicklung», das ist der Trump-Wahl der ersten vorausgegangen, war ein grosser Bestseller, überall gelobt worden, und er hat einen schonungslosen Ist-Zustand beschrieben, der Vereinigten Staaten von Amerika. Und wenn man dieses Buch... Buch gelesen hat von George Packer, dann hat man besser verstanden, warum die Amerikaner Donald Trump gewählt haben. Aber jetzt ist eben dieser George Packer, der heute im Tagesanzeiger interviewt wird, in Teufels Küche gekommen. Weil da haben ihm natürlich seine linken Freunde und die ganze Literaturszene, die haben ihm vorgeworfen, ja mit deinem Buch hast du sozusagen den Boden gegeben. Das war quasi die intellektuelle Variante, die Sachbuchvariante von Hillbilly Elegy von J.D. Vance. Jetzt hast du sozusagen die geistige Grundlage, die Propaganda gewissermassen übernommen von Donald Trump. Und jetzt muss der arme George Packer in jedem Interview beweisen, dass er kein Trump-Anhänger ist. Und da übersteigert er, überschiesst er natürlich. Und jetzt kommt er zum Befund, die USA seien keine Demokratie mehr. Und das ist einfach Unsinn. Denn dieser Entscheid ist zutiefst demokratisch. Und es ist eben geradezu das Bemerkenswerte an dieser Demokratie, dass ein Kandidat wiedergewählt wurde, auf denen vor zwei Jahren noch niemand einen einen Pfifferling gewettet hätte. Und auch 2024, mit Ausnahme der Weltwoche, ich habe es geschrieben, es ist möglich, dass er wieder ins Weisse Haus zurückkommt, war vermutlich auf weiter Flur der Einzige. Und genau so ist es herausgekommen, darf man ja auch einmal erwähnen. Das Bemerkenswerte ist ja gerade dieses demokratische Moment, dass ausgerechnet Trump wiedergewählt wurde. Das ist ein Vitalitätszeichen der Demokratie, wenn die Bevölkerung nicht einfach das macht, was die Schriftsteller und die Medien und die meisten Fernsehstationen sagen. Das ist ja das Entscheidende. Und das Gegenteil davon wäre es, von einem Untergang der Demokratie zu sprechen. Und was die Checks and Balances angeht, mit denen er sich hier beschäftigt, also mit dieser Kultur der Kontrollen, da ist einfach zu sagen, dass in den USA, gibt es ja auch, darüber habe ich mit Gerald Knaus, dem Migrationsforscher, gestern gesprochen, Er hat gesagt, die USA Die seien eben auch kein Rechtsstaat mehr, wenn man sieht, wie jetzt da die Migranten abgeschoben werden. Das sei ja geradezu Deportation etc. Das mag ja alles sein, aber man muss Folgendes festhalten. In den USA kann jeder Provinzrichter in Oklahoma den amerikanischen Präsidenten stoppen. Und da gibt es jetzt genügend Richter nach 25 Jahren mehr oder weniger linker oder Establishment-Vorherrschaft. die es darauf abgesehen haben, Trump zu stoppen. Also man kann nicht sagen, es sei keine Demokratie mehr. Die Möglichkeiten des Präsidenten innenpolitisch sind beschränkt, aussenpolitisch wiederum, da hat er mehr Möglichkeiten. Wachsamkeit, wie sie George Packer hier vorführt, die ist sicherlich richtig, dagegen gibt es nichts einzuwenden, aber man muss da etwas die Vorgeschichte sehen, die Abwicklung, übrigens ein ganz tolles Buch von George Packer, dass ich ihnen... empfehlen kann, aber eben, er muss sich jetzt die ganze Zeit abputzen. Er muss jetzt diesen Trump-Vorwurf von sich abstreifen. Das war's von Weltwoche Daily Schweiz. Jetzt gleich die internationale Ausgabe im Anschluss. Vielen herzlichen Dank. Bis gleich.
Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.
Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.
Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.
Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.