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Vertrauliches Telefonat abgehört und online gestellt: Nachrichtenportal Politico untersucht möglichen Eingriff in journalistische Arbeit

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Vertrauliches Telefonat abgehört und online gestellt: Nachrichtenportal Politico untersucht möglichen Eingriff in journalistische Arbeit
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Ein vertrauliches Telefonat zwischen einem Politico-Journalisten und einem EU-Beamten ist nach Angaben des Nachrichtenportals abgefangen und im Internet veröffentlicht worden. Politico habe daraufhin eine Sicherheitsüberprüfung eingeleitet, berichtet das Medium unter Berufung auf eigene Angaben.

Das rund neunminütige Gespräch fand am 3. März statt und wurde am 16. März auf Youtube veröffentlicht. Es behandelt Themen im Zusammenhang mit Ungarn und dem Ukraine-Krieg. Nach eigenen Angaben konnte Politico bislang nicht klären, wie die Aufnahme entstanden ist oder wer sie veröffentlicht hat.

AP/Keystone
Das Medienhaus Politico wertet den Vorfall als möglichen Versuch, Einfluss auf die journalistische Arbeit zu nehmen.
AP/Keystone

«Unsere internen Überprüfungen haben keine Hinweise darauf ergeben, dass Geräte, Netzwerke oder Systeme kompromittiert wurden», teilte die Chefredaktion in einer E-Mail an die Mitarbeitenden mit. Das Medienhaus wertet den Vorfall als möglichen Versuch, Einfluss auf die journalistische Arbeit zu nehmen. «Wir lassen uns von einem offensichtlichen Versuch, unabhängige Berichterstattung zu beeinflussen, weder einschüchtern noch von unserer Arbeit abbringen», heisst es in dem internen Statement weiter.

Ein Sprecher der betroffenen EU-Institution lehnte eine Stellungnahme zu den Aufnahmen ab und verwies auf deren unklare Herkunft. Der beteiligte Beamte wird nicht identifiziert, da das Gespräch nicht zur Veröffentlichung bestimmt war.

Der Vorfall fällt in eine Phase erhöhter Sensibilität für Informationslecks innerhalb der EU, insbesondere im Vorfeld der Wahlen in Ungarn. Mehrere Medien in Ungarn und der Slowakei griffen die Veröffentlichung auf und verbreiteten Auszüge.

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