Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Verteidigungsminister Martin Pfister beschwört die Russland-Bedrohung. Trotzdem will er wie der Ständerat Soldaten nicht besser ausrüsten

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Verteidigungsminister Martin Pfister beschwört die Russland-Bedrohung. Trotzdem will er wie der Ständerat Soldaten nicht besser ausrüsten
Verteidigungsminister Martin Pfister beschwört die Russland-Bedrohung. Trotzdem will er wie der Ständerat Soldaten nicht besser ausrüsten
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Immer wieder wird betont, dass Europa am Rand eines neuen grossen Konflikts steht. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine häufen sich auch in der Schweiz die Warnungen. Mitte-Verteidigungsminister Martin Pfister mahnt regelmässig, die Schweiz müsse sich auf eine unsichere Dekade einstellen und ihre Verteidigungsbereitschaft substanziell stärken.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Bundesrat Martin Pfister spricht zur Kleinen Kammer, an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 3
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

Wenn die Lage tatsächlich so ernst ist – warum scheut die Politik dann konkrete Konsequenzen? Gerade die Debatte um die Taschenmunition macht diese Widersprüchlichkeit sichtbar. Seit Monaten hört man, die Schweiz müsse im Ernstfall schneller reagieren können.

Angesichts solcher Alarmrufe wäre es naheliegend, dass Soldaten nicht erst eine Abgabestelle aufsuchen müssen, um einsatzfähig zu sein. Wer ständig von einer historischen Bedrohungslage spricht, müsste die logische Schlussfolgerung ziehen: höhere Bereitschaft, nicht geringere. Doch der Ständerat entschied sich dagegen und hält wie der Bundesrat am Verbot fest.

Damit bestätigten sie indirekt, dass die lautstark beschworene Dramatik der Lage offenbar weniger gravierend ist, als manche behaupten. Denn entweder ist die Bedrohung real – dann wären vorbereitende Massnahmen konsequent. Oder sie wird politisch überhöht, und man glaubt selbst nicht an die eigene Rhetorik. Beides zugleich geht nicht.

Natürlich dürfen Risiken wie Suizide oder häusliche Gewalt nicht ignoriert werden. Die Rückgänge seit 2007 sind relevant. Doch Sicherheitspolitik kann nicht darin bestehen, dauernd vor Gefahren zu warnen und gleichzeitig jede Anpassung zu blockieren. Wer die Bevölkerung auf schwierige Zeiten einschwört, darf nicht beim kleinsten Schritt zurückschrecken.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.