Am Rande des AfD-Jugendkongresses in Giessen ist es zu einem mutmasslich politischen Übergriff gekommen: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Julian Schmidt (35) berichtet, von Gegnern seiner Partei attackiert worden zu sein. Der Vorfall ereignete sich rund 800 Meter von der Kongresshalle entfernt in einem Gewerbegebiet.
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Im Gespräch mit der Bild-Zeitung schildert Schmidt die Geschehnisse: «Es war gegen 8 Uhr. Wir parkten unser Auto, liefen Richtung Halle, plötzlich stand eine Gruppe Männer vor uns. Wir wollten an ihnen vorbei, da schlugen sie mit Fäusten auf mich ein. Und ich versuchte, mich zu wehren.» Ob die Angreifer ihn als Bundestagsabgeordneten erkannt hätten, sei unklar. «Sie fragten nicht nach meinem Namen, sie schlugen einfach zu.»
Schmidt stammt aus dem nahegelegenen Marburg, sein Wahlkreis liegt nur rund vierzig Kilometer von Giessen entfernt. Nach der Attacke begab sich der Politiker zu einem Rettungssanitäter. «Der vermutet, dass meine Nase gebrochen ist», sagte Schmidt. Die Polizei ermittelt.