Der durchschnittliche Deutsche ist laut neuem «World Wealth Report» um 16.000 Euro reicher als noch vor einem Jahr. Das entspricht einem Vermögenszuwachs von über 25 Prozent – ein Anstieg, wie er bislang beispiellos ist. Hintergrund ist jedoch weniger ein plötzlicher Wohlstandsschub als vielmehr ein statistischer Effekt: Die Bundesbank hat die Bewertung von Unternehmens-Beteiligungen neu kalkuliert.
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«Allein dadurch stieg das durchschnittliche Nettovermögen pro Kopf in Deutschland um rund 10.000 Euro», sagte Allianz-Ökonom Arne Holzhausen, der die Studie verantwortet. Die restlichen 6000 Euro Zuwachs resultieren aus gestiegenen Aktienkursen und – typisch deutsch – aus anhaltend hoher Sparneigung.
Mit einem Netto-Geldvermögen von durchschnittlich 86.800 Euro liegt Deutschland international auf Rang dreizehn – noch hinter Italien. Im Vorjahr lag der Wert bei rund 69.000 Euro. Das Plus kommt zur Hälfte aus Wertpapieren, was auf eine langsame Annäherung der Deutschen an den Kapitalmarkt hindeutet. Dennoch ist der Abstand zu Ländern wie den USA, wo Bürger im Schnitt 311.000 Euro besitzen, enorm.