Eine Mitarbeiterin einer Berliner Fachhochschule hat ihren Arbeitsplatz verloren, nachdem sie vom Bundesamt für Verfassungsschutz offenbar mit einer Rechtsextremistin verwechselt worden ist. Dies berichtet die Wochenzeitung Die Zeit.
Demnach geriet die Frau ab 2022 in den Fokus des Nachrichtendienstes. Grund war laut dem Bericht die Namensgleichheit mit dem Pseudonym «Liv Heide», unter dem eine andere Frau ein rechtsextremes Dating-Portal betrieben haben soll.
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In einem Sachstandsvermerk informierte das Bundesamt für Verfassungsschutz das Berliner Landesamt über angebliche Hinweise auf verfassungsfeindliche Bestrebungen der Hochschulmitarbeiterin. Sie sei Gründerin der Plattform Whitedate.net, die als antisemitisch, rassistisch und rechtsextrem gilt. Das Landesamt leitete die Informationen laut Zeit an die Hochschule weiter.
Der Arbeitgeber kündigte der Mitarbeiterin daraufhin im Juli 2024 fristlos. Erst später stellte sich heraus, dass eine andere Person hinter dem Pseudonym stand.
Nachdem die Betroffene Einspruch eingelegt hatte, teilte das Berliner Landesamt im Oktober 2024 mit, dass eine dritte Person unter dem Namen «Liv Heide» aufgetreten sei. Zu diesem Zeitpunkt war die Stelle der Frau bereits neu besetzt. Das Bundesamt erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, der Vorgang werde intern überprüft.