Wer sich durch die 1108 Seiten des Verfassungsschutzgutachtens zur AfD gräbt, dem drängen sich gleich zwei Gedanken auf. Erstens, dass Nancy Faeser schon wusste, warum sie in ihren letzten Amtstagen die Einschätzung zwar veröffentlichen liess, nicht aber das Papier selbst. Mit ihrer Begründung, es ginge ihr um Quellenschutz, log sie die Öffentlichkeit an. Denn auf irgendwelche geheim erlangten Erkenntnisse stützt sich das Dossier nicht. Aber das, was die Nachrichtendienstler in Köln über Deutschlands grösste Oppositionspartei zu Papier brachten, liest sich über lange Strecken derart konfus, bizarr und auch unfreiwillig komisch, dass die Ministerin ausserordentlich rational handelt ...