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USA und Russland sondieren Energiekooperation in der Arktis

Washington und Moskau stehen laut einem Bericht von Bloomberg in «vorläufigem Kontakt» über eine mögliche Zusammenarbeit mit Gazprom bei internationalen Energieprojekten, darunter auch in der Arktis. Wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf russische und europäische Offizielle meldet, verfolgt die US-Regierung das Ziel, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren und Zugang zur wirtschaftlich bedeutenden Region zu erhalten.

Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.
A polar bear walks over sea ice floating in the Victoria Strait in the Canadian Arctic Archipelago, Friday, July 21, 2017
Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.

Die Arktis rückt zunehmend ins Zentrum geopolitischer Interessen – nicht nur wegen ihrer reichen Energie- und Mineralvorkommen, sondern auch wegen der strategischen Handelsrouten. Russland hat in den letzten Jahren massiv in die Modernisierung der Nordostpassage investiert, unterstützt von China und Indien, die an mehreren arktischen Energieprojekten beteiligt sind.

Laut Bloomberg könnte Gazprom den USA eine Beteiligung an arktischen Offshore-Projekten oder dem Flüssiggasprojekt Sachalin offerieren – allerdings unter der Bedingung, dass die Sanktionen gegen russische Investitionen aufgehoben werden. Unklar sei, wer genau die Gespräche führe und ob hochrangige Vertreter der US-Regierung involviert seien.

Mehrere Quellen spekulieren, eine mögliche Energiekooperation könnte Teil einer umfassenderen Strategie Washingtons sein, Russlands wirtschaftliche Verbindungen zu China und zum Iran zu schwächen. Zudem könnte sie wirtschaftliche Chancen nach einem möglichen Friedensabkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs eröffnen – eine Priorität der Regierung Trump.

Erst kürzlich hatte das deutsche Medium Correctiv berichtet, dass Russland und die USA über eine Wiederaufnahme russischer Energieexporte verhandeln. Demnach könnten US-Firmen Teile der Nord-Stream-Infrastruktur und Anteile an deutschen Raffinerien erwerben.

Offizielle Bestätigungen aus Washington und Moskau gibt es bislang nicht.

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