Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

USA: Anklage gegen Ex-FBI-Chef James Comey. Demokraten sehen darin politischen Rachefeldzug

In den USA ist ein spektakulärer Justizfall ins Rollen geraten: James Comey, von 2013 bis 2017 Direktor des FBI, muss sich vor Gericht verantworten. Eine Grand Jury in Virginia wirft ihm vor, 2020 unter Eid falsch ausgesagt und eine Kongressuntersuchung behindert zu haben. Bei einer Verurteilung droht dem 64-Jährigen eine Haftstrafe.

MANUEL BALCE CENETA / KEYSTONE
FBI Director James Comey testifies on Capitol Hill in Washington, Wednesday, May 21, 2014, before the Senate Judiciary Committee hearing on oversight of the FBI
MANUEL BALCE CENETA / KEYSTONE

Der Schritt erfolgt nicht überraschend: US-Präsident Donald Trump hatte die Anklage gegen Comey seit Jahren gefordert. Bereits 2017 hatte er den damaligen FBI-Chef entlassen, nachdem dieser Ermittlungen zur mutmasslichen russischen Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 eingeleitet hatte. Trump sieht in Comey den Hauptverantwortlichen für das, was er seit je als «Hexenjagd» bezeichnet – auch wenn alle Untersuchungen, inklusive des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller, keine strafrechtlich relevanten Beweise gegen Trump zutage gefördert haben.

Mit Nachdruck hatte Trump in den vergangenen Wochen öffentlich Druck auf das Justizministerium ausgeübt: «Wir können nicht länger warten, das ruiniert unseren Ruf und unsere Glaubwürdigkeit», schrieb er auf X. Justizministerin Pam Bondi reagierte prompt: Nachdem sich der zuständige Bundesstaatsanwalt geweigert hatte, Comey anzuklagen, wurde er durch die Trump-treue Juristin Lindsey Halligan ersetzt, die die Anklage nun durchsetzte.

Die Demokraten kritisieren den Vorgang. Sie werfen dem Weissen Haus vor, die Justiz für politische Zwecke zu instrumentalisieren und persönliche Feindrechnungen zu begleichen. Tatsächlich gilt Comey als eine Schlüsselfigur auf Trumps «Feindesliste». Bereits zuvor war Comeys Tochter Maurene, selbst Bundesanwältin in New York, entlassen worden.

Comey zeigte sich kämpferisch: «Ich habe keine Angst. Ich bin unschuldig», sagte er auf Instagram. Es sei ihm bewusst gewesen, dass es einen Preis habe, sich Trump zu widersetzen – doch ein Rückzug komme für ihn nicht in Frage.

Die erste Anhörung vor einem Bundesgericht in Virginia wird in den kommenden Tagen erwartet.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.