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USA: Abgewiesener Asyl-Ägypter bewirft in Colorado Juden mit Molotowcocktails. Mindestens fünfzehn Personen wurden verletzt

In Boulder im US-Bundesstaat Colorado wurden bei einem mutmasslich islamistisch motivierten Anschlag mit Molotowcocktails mindestens fünfzehn Menschen und ein Hund verletzt. Die Opfer, so die Staatsanwaltschaft von Boulder County, sind zwischen 25 und 88 Jahre alt, berichtet der Sender ABC News. Der Angriff ereignete sich am Sonntagnachmittag vor dem Gerichtsgebäude der Stadt.

Lisa Turnquist via AP
In this June 1, 2025 photo provided by Lisa Turnquist, Boulder, Colorado attack suspect Mohamed Sabry Soliman is seen as he launched a fiery attack on demonstrators at an outdoor mall, Sunday, June 1, 2025, in Boulder, Colo
Lisa Turnquist via AP

Tatverdächtig ist der 45-jährige Mohamed Soliman, ein gebürtiger Ägypter, der siebzehn Jahre in Kuwait gelebt hat. Laut Ermittlern sagte er nach seiner Festnahme, er habe das Attentat seit einem Jahr geplant und nur deshalb bis jetzt gewartet, weil seine Tochter am Donnerstag ihren Schulabschluss gemacht habe. Dies gehe aus Gerichtsunterlagen hervor, so der Sender.

This image provided by the Boulder Police Dept. shows Mohamed Sabry Soliman. (Boulder Police Dept. via AP)

Solimans Asylantrag war 2022 abgelehnt worden. Er lebte mit Frau und fünf Kindern in Colorado Springs. Das Touristenvisum, das ihm gewährt worden war, ist abgelaufen, ebenso die Arbeitserlaubnis.

Er wollte sich im November 2024 eine Schusswaffe kaufen, wurde aber wegen fehlender Staatsbürgerschaft abgelehnt. Daraufhin habe er sich in einem Kurs den Umgang mit Waffen beibringen lassen – und sich stattdessen auf den Bau von Brandsätzen verlegt, den er sich via Youtube angeeignet habe. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme hatte Soliman noch sechzehn ungenutzte Molotowcocktails in Reichweite.

Die Bundesbehörden haben gegen ihn ein Verfahren wegen Hasskriminalität eröffnet. Er wurde zudem auf Bundesstaatsebene wegen versuchten Mordes in sechzehn Fällen angeklagt. Laut Gerichtsunterlagen sagte er den Ermittlern, er habe alle Zionisten töten wollen und «wünschte, sie wären alle tot».

Soliman betonte jedoch, dass sich seine Tat nicht gegen die jüdische Gemeinde insgesamt gerichtet habe, sondern ausschliesslich gegen «Zionisten, die die Tötung von Menschen auf seinem Land (Palästina) unterstützen».

Die Familie Solimans wurde in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde überstellt und soll rasch abgeschoben werden.

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