Seit Tagen wird in der Schweizer Politik über die US-Zölle diskutiert. Es geht um die Ursachen, die Verantwortlichen und die möglichen Folgen.
In der Sendung «Morning Futures» auf Fox News äusserte sich erstmals US-Vizepräsident J. D. Vance zur Strafaktion gegen die Schweiz. Seine Reaktion – oder eben Nichtreaktion – spricht Bände.
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Auf die Frage von Moderatorin Maria Bartiromo, wie er die Gegenreaktion auf die Ankündigung des 39-Prozent-Diktats sehe, antwortete Vance mit einem Lächeln. Er ging nicht auf die Schweiz ein, sondern betonte, wie wichtig es sei, dass die Europäer ihre Märkte für Autos und Agrarprodukte aus den USA öffnen. Er bezeichnete dies als einen grossen Sieg für die Vereinigten Staaten.
Es ist schwierig, die Nichtreaktion des US-Vizes richtig zu interpretieren. Offensichtlich wollte er nicht erklären, warum die Schweiz höhere Zölle zahlen soll als andere europäische Staaten. Vielleicht kann er es auch gar nicht.
Ein Eindruck bleibt aber haften: In dieser Angelegenheit ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.