US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wird dem Nato-Verteidigungsministertreffen am 12. Februar in Brüssel offenbar fernbleiben. Stattdessen soll ein hochrangiger Vertreter des Pentagon anreisen, bestätigten ein US-Regierungsvertreter und ein Nato-Diplomat. Es wäre bereits das zweite Mal in Folge, dass ein Mitglied der Trump-Regierung einem wichtigen Nato-Treffen fernbleibt. Schon im Dezember hatte Aussenminister Marco Rubio auf eine Teilnahme verzichtet.
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Das Pentagon und die Nato lehnten eine Stellungnahme ab. Die frühere Nato-Sprecherin Oana Lungescu nannte das mögliche Fernbleiben Hegseths «ein schlechtes Signal in einer sehr angespannten Zeit der transatlantischen Beziehungen». Es werde die Zweifel am US-Engagement in der Allianz verstärken.
Das Vorgehen steht im Einklang mit der neuen US-Verteidigungsstrategie, wonach europäische Partner künftig stärker selbst Verantwortung übernehmen sollen. Hegseth entsendet den Pentagon-Politikchef Elbridge Colby, der diese Doktrin mitverfasst hat.