Die US-Regierung setzt die Bearbeitung sämtlicher Visumanträge aus 75 Ländern vorerst aus. Ein internes Memo des Aussenministeriums weist Konsularbeamte an, Visa «gemäss geltendem Recht zu verweigern», wie Fox News berichtet. Grund sei eine umfassende Neubewertung der Überprüfungs- und Sicherheitsverfahren.
Zu den betroffenen Staaten gehören laut Bericht unter anderem Russland, Iran, Brasilien, Ägypten, Nigeria und Thailand. Die Aussetzung beginnt am 21. Januar und gilt auf unbestimmte Zeit, bis neue Richtlinien in Kraft treten.
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Bereits im November 2025 hatte das Ministerium seine Vertretungen weltweit angewiesen, strengere Regeln bei der Visumvergabe anzuwenden. Diese sehen vor, dass Bewerber abgewiesen werden können, wenn sie voraussichtlich auf öffentliche Leistungen angewiesen sein werden. Dabei werden Faktoren wie Gesundheit, Alter, finanzielle Situation oder Sprachkenntnisse berücksichtigt.
«Das Aussenministerium wird von seiner langjährigen Befugnis Gebrauch machen, potenzielle Einwanderer, die den Vereinigten Staaten zur Last fallen würden, als ungeeignet einzustufen», erklärte Ministeriumssprecher Tommy Pigott. Die Massnahme solle verhindern, «dass Ausländer in die USA einreisen, die Sozialleistungen und öffentliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen würden».