Bereits im Mai informierte US-Justizministerin Pam Bondi Donald Trump darüber, dass sein Name mehrfach in den Dokumenten zum Fall Jeffrey Epstein auftauche. Wie das Wall Street Journal berichtet, handelte es sich um ein routinemässiges Briefing im Weissen Haus, bei dem Bondi und ihr Stellvertreter Todd Blanche dem Präsidenten mitteilten, dass auch zahlreiche andere prominente Persönlichkeiten in den Akten erwähnt würden. Dass sein Name auftaucht, sei dabei kein Hinweis auf strafrechtliches Fehlverhalten, betonen die Quellen.
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Der Entscheid, keine weiteren Epstein-Dokumente zu veröffentlichen, wurde mit dem Schutz von Opfern und der Existenz von kinderpornografischem Material begründet. Bondi sagte gemäss WSJ-Bericht: «Als Teil unseres Routine-Briefings machten wir den Präsidenten auf die Erkenntnisse aufmerksam.» Trumps Kommunikationschef Steven Cheung nannte den Bericht eine «Fake-News-Story». Noch letzte Woche hatte Trump erklärt, er sei von Bondi nicht darüber informiert worden, dass sein Name in den Akten auftauche.
Einige von Trumps Anhängern reagierten empört über den Entscheid, keine weiteren Enthüllungen zu veröffentlichen. Viele hatten gehofft, dass eine Offenlegung der Dokumente das Netzwerk globaler Eliten entlarven würde. Trump selbst zeigte sich zuletzt ambivalent, ob die Veröffentlichung weiterer Unterlagen sinnvoll sei.
Derweil bereitet das Justizministerium laut WSJ ein Gespräch mit Ghislaine Maxwell vor, um mögliche Hinweise auf weitere Täter zu erhalten. Maxwell verbüsst eine 20-jährige Haftstrafe wegen ihrer Rolle im Epstein-Komplex. Ihr Anwalt lobte Trump für dessen «Engagement, die Wahrheit ans Licht zu bringen».