Die US-Investmentgesellschaft Blackrock hat Anfang 2025 die Gespräche über einen milliardenschweren Wiederaufbaufonds für die Ukraine auf Eis gelegt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, fiel die Entscheidung unmittelbar nach dem Wahlsieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl. Ausschlaggebend ist laut Insidern eine wachsende Unsicherheit über die Zukunft des Landes sowie ein mangelndes Investoreninteresse gewesen.
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Konkret hatte Blackrock bis Januar 2025 versucht, Gelder für den sogenannten Ukraine Development Fund einzuwerben, der rund fünfzehn Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau generieren sollte. Der Plan sah vor, mindestens zwei Milliarden von privaten Investoren und 500 Millionen von Regierungen und Entwicklungsbanken zu erhalten. Unterstützung für den Fonds signalisierten unter anderem Deutschland, Italien und Polen. Die US-Regierung dagegen trat laut Bloomberg schon im Dezember 2024 nicht mehr als Sponsor auf.
Ein Sprecher von Blackrock erklärte Bloomberg, das Unternehmen habe seine unentgeltliche Beratungsarbeit bereits 2024 abgeschlossen und verfolge aktuell keine «aktiven Mandate» mit der ukrainischen Regierung.