Die Nachricht geht um die Welt: Robert F. Kennedy Jr. feuert das gesamte siebzehnköpfige Gremium, das die US-Seuchenbehörde Center for Disease Control (CDC) in Impffragen berät. Was diese Experten vorschlagen, setzen die Behörden meist ausnahmslos um. Dem Beraterausschuss kommt also eine zentrale Bedeutung bei der Impfpolitik und bei Pandemien zu.
Kennedy wirft den Experten vor, Interessenkonflikte mit der Pharmaindustrie zu haben. Dasselbe gilt auch für die WHO oder die Impfallianz Gavi, die von der Gates Foundation Hunderte Millionen erhält.
Kennedy begründet die Aufräumaktion wie folgt: «Die Öffentlichkeit muss wissen, dass die Empfehlungen unserer Gesundheitsbehörden auf unvoreingenommener Wissenschaft beruhen, die in einem transparenten Verfahren bewertet wird und nicht in Interessenkonflikte gerät.»
Was in einem sauber funktionierenden Staat normal sein müsste, löst bei weiteren «Experten» und Vertretern der Impflobby einen Aufschrei des Entsetzens aus. Die Auflösung und Neubesetzung des Impfgremiums sei «rücksichtslos, kurzsichtig und äusserst schädlich», schimpft Tina Tan, die Vorsitzende der Gesellschaft für Infektionskrankheiten.
Auffallend ist, dass nun jene aufheulen, die die katastrophale staatliche Corona-Politik verteidigt und mitgetragen haben. War nicht vielmehr diese rücksichtlos, kurzsichtig und äussert schädlich?
Auch die Medien, die damals die fehlgeleiteten und unwissenschaftlichen Massnahmen frenetisch unterstützt und Kritiker diffamiert haben, fallen nun über Kennedy her. Dabei müssten sie ihm eigentlich dankbar sein.