US-Aussenminister Marco Rubio erwartet eine Verlängerung des Kriegs mit Iran um mehrere Wochen. Bei einem Treffen der G7-Aussenminister sagte er laut dem Portal Axios, der Konflikt werde «weitere zwei bis vier Wochen» andauern.
Damit widerspricht Rubio indirekt früheren Zeitrahmen von Präsident Donald Trump, der bislang von einer kürzeren Dauer ausgegangen war. Zugleich betonte Rubio vor den Verbündeten, die USA seien weiterhin entschlossen, ihre Kriegsziele vollständig zu erreichen.
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Parallel laufen diplomatische Bemühungen. Rubio erklärte, Washington stehe über Vermittler weiterhin in Kontakt mit Teheran, direkte Gespräche gebe es jedoch nicht. Innerhalb der iranischen Führung sei unklar, wer aktuell Entscheidungen treffe. Zwei iranische Vertreter seien grundsätzlich zu Verhandlungen bereit, warteten aber auf grünes Licht der obersten Führung.
Die Kommunikation gestaltet sich laut Rubio schwierig: Iranische Ansprechpartner würden aus Angst vor Ortung und gezielten Angriffen auf elektronische Geräte verzichten, was den Austausch erheblich verlangsame.
Gleichzeitig bereiten die USA eine mögliche nächste Phase vor. Rubio stellte klar, dass Washington keine Hilfe benötige, um die Strasse von Hormus wieder zu öffnen, wohl aber eine internationale Beteiligung nach Kriegsende anstrebe. Verbündete sollten sich an einer maritimen Mission beteiligen, um die freie Schifffahrt zu sichern und zu verhindern, dass Iran die Kontrolle über die Passage beansprucht.