Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, am Freitag, dem 22. August 2025. Seit gestern Donnerstag ist... die Weltwoche auch auf Französisch am Start. Unter dieser Internetadresse können Sie die Inhalte abrufen www.weltwoche.ch-fr www.weltwoche.ch-fr Die Weltwoche also in der Westschweiz, vor allem jetzt unterwegs, aber natürlich auch in allen frankophonen Regionen. der Welt ab sofort zu lesen, zu sehen und zu hören. Wir bitten um Verständnis für noch technische Schwierigkeiten, vor allem im Zusammenhang mit der Simultanübersetzung, der lippensynchronen Simultanübersetzung dieser Sendung. Da sind noch nicht alle französischen Aussprache-Varianten optimal, aber wir arbeiten daran und das System ist auch ... Lernfähig, aber das Wesentliche sind natürlich die Analysen, die Erkenntnisse und die immer wieder andere Sicht. Das ist ja das, was die Weltwoche auszeichnet. Das ist unser Auftrag. Es ist wichtig, immer wieder das zu hinterfragen, was einfach in der sozialharmonischen Medienallgemeinheit, in dieser Gleichschrittsformation verkündet wird, ist nicht gut. in einer Demokratie, wenn alle das gleiche Schreiben und das gleiche Denken, dann kommt es nicht gut heraus. Demokratie ist Auseinandersetzung, ist Ringen ums bessere Argument. Und vor allem, es gibt immer eine andere Sicht, meine Damen und Herren. Es gibt immer ein anderes Argument. Und je intensiver eine Auseinandersetzung zu einem Thema geführt wird, desto besser ist dann die... Meinungsbildung ist die Qualität des Urteils und damit natürlich auch die Qualität der politischen Entscheidung. Das ist der Grund, warum die Weltwoche seit über 90 Jahren immer wieder Kontrapunkte setzt zum Mainstream oder zur allgemeinen veröffentlichten Ansicht zu den offiziellen Erzählungen von Gut und Böse, von Richtig und Falsch. Die Weltwoche Okay. Das ist also eine Zeitung und das gilt natürlich auch für all unsere Online-Angebote, die sich an Leser richtet, die nicht einfach nur bestätigt werden wollen in dem, was sie immer schon geglaubt haben, sondern wir wollen Leute ansprechen, wir wollen die Intelligenz von Leuten ansprechen, die es sich noch nicht abschliessend gemütlich eingerichtet haben, da im Schrebergarten ihrer Existenz, sondern die eben neugierig sind. die auch offen sind, andere Standpunkte zu erfahren. Und das ist interessant. Es gibt Leser, die schreiben mir manchmal, ja, das passt mir jetzt überhaupt nicht, was sie über Donald Trump und über Putin schreiben. Ich kann die Weltwoche jetzt nicht mehr lesen. Und ich frage mich dann immer, ja, wieso denn nicht? Ich meine, es kann ja nicht der Sinn des Journalismus sein. Gewissermassen einfach Die Meinungen kursieren, vor allem wenn sie ganz intensiv und auch aggressiv vertreten werden, wie in diesen beiden genannten Fällen, dass der Journalismus hier einfach eine Bestätigung dessen liefert, was alle anderen schon schreiben. Nein, also in der Weltwoche werden sie immer wieder produktiv durchgeschüttelt, sozusagen heilsam verstört mit anderen Meinungen. Es gibt auch keine Unité de Doctrine in der Weltwoche, sondern ganz bewusst auch Akzente, Kontrakzente. Auch Themensetzungen und Meinungen, die diametral, 180 Grad, dem widersprechen, was ich sage und was ich schreibe. Und das ist, glaube ich, ziemlich einzigartig in der Schweiz, aber auch über die Schweiz hinaus, was die Medien angeht. Nun, wir haben in der Weltwoche in den letzten Wochen und Monaten oft Reizfiguren auf dem Titelblatt gehabt. Natürlich der amerikanische Präsident. Donald Trump, der wirbelige Republikaner, der unkonventionelle ehemalige Blondschopf, der da Freund und Feind immer wieder auf dem falschen Fuss erwischt und vielleicht manchmal auch sich selber, der war öfters auf dem Titelblatt der Weltwoche, dann natürlich der russische Präsident. Putin, dessen Namen man eigentlich gar nicht mehr aussprechen sollte, sozusagen ein Lord Voldemort der internationalen Politik. Und jetzt haben wir uns gesagt, ja gut, nach diesen Reizfiguren wollen wir wieder einmal eine echte Sympathieträgerfigur aufs Koffer heben. Eine universell anerkannte Persönlichkeit, eben sympathisch, einnehmend, überall geschätzt. Und deshalb sind wir zum Schluss gekommen, diese Frau hier. auf das Titelblatt der aktuellen Weltwoche zu setzen. Aber irgendwie hat es nicht funktioniert. Sie wird auch als Reizfigur wahrgenommen, diese vermeintliche Sympathieträgerin. Nein, Spass beiseite. Ursula von der Leyen, die EU-Kommissionspräsidentin, ist nämlich interessant, könnte für die Schweiz in Zukunft eine ganz entscheidende Rolle spielen. Denn wenn wir... Diesen 1800-seitigen EU-Unterwerfungsvertrag unterschreiben mit der Europäischen Union. Wie das zum Beispiel die SP will, die Grünliberalen wollen das, die Grünen wollen das, die FDP will es, auch wenn es da ein paar abweichende Stimmen gibt. Die einzigen, die sich dagegen stemmen, sind die Leute von der SVP. Das ist ja unglaublich, die einzige Partei, die in der Schweiz im Grunde jetzt noch die Unabhängigkeit verteidigt. Ich weiss, das wollen Sie nicht hören da in Bundesbern, aber es ist so. Sollte dieser Vertrag nach Wunsch des Bundesrates angenommen werden, und das ist jetzt keine Überzeichnung, dann würde Ursula von der Leyen über die Richtlinien, Verordnungen und eben diesen EU-Unterwerfungsvertrag natürlich die Schweiz regieren. Denn der Einfluss dieser EU-Kommissionspräsidentin ist gross. Sie hat ihre Macht schrittweise... ausgebaut. Die Europäische Union ist im Begriff, immer zentralistischer zu werden. Nach dem Ausscheiden der Briten des United Kingdom fehlt da ein Gegengewicht. Die sind ja rausgegangen, weil ihnen die ganze erdrückende bürokratische Übermacht aus Brüssel zu gross geworden ist. Die Deutschen sind in einer schweren Identitätskrise. Sie sind sicherlich nicht so zentralistisch wie die Franzosen. Aber im Moment hin- und hergerissen, herumgepeitscht auch aufgrund des Ukraine-Kriegs, fehlt da den Deutschen die innere Sicherheit, der Kompass, um Gegensteuer zu geben, gegen diesen französischen Zentralismus. Und Frau von der Leyen hat das natürlich machtbewusst sich zu eigen gemacht. Und obwohl eine Deutsche jetzt an der Spitze der EU steht, vertritt sie im Grunde die französischste aller bisherigen EU-Varianten. Und wenn ich sage französisch, dann meine ich in dieser Hinsicht die... die zentralistischste aller EU-Varianten. Und die EU schickt sich ja an, masst sich ja an, ganz entscheidend ins Leben der Leute einzugreifen. Nehmen Sie dieses Digitalgesetz, das neu ist. Wir lesen heute Morgen in den Zeitungen, dass die Amerikaner vor allem auf die Barrikaden steigen, weil dieses Digitalgesetz, vor allem auch der Digital Services Act der Europäischen Union, also der Zensur, Tür und Tor öffnet. Wir sehen eine Europäische Union, die sich gegen die friedliche Annäherung zwischen den Amerikanern und den Russen stellt. Die EU setzt hier auf eine Verlängerung des Kriegs. Das würden sie natürlich abstreiten. Sie sagen, wir unterstützen die Freiheitsbestrebungen der Ukraine. Aber in diesem Interview, das ich geführt habe mit dem amerikanischen Professor John Mearsheimer, das ich Ihnen dringend empfehle, es ist auch auf unserer Website einzusehen, in diesem Interview argumentiert dieser sehr angesehene Geostratege. dass die Ukraine diesen Krieg verliert, dass Russland militärisch nicht zu stoppen ist und dass es aber am besten wäre, wenn man jetzt eine diplomatische Lösung fände, jeder Kriegstag, jede Verlängerung des Kriegs wird das Desaster für die Ukraine noch grösser machen und die internationalen Beziehungen, vor allem dann zwischen Russland und Europa, und Russland bleibt hier ein Nachbar, auf Dauer, auf längere Frist vergiften und Die EU ist auf dem Kriegspfad, sie ist auch in Schwierigkeiten, deshalb setzt sie die Schweiz zunehmend unter Druck mit Daumenschrauben, finanziellen Begehrlichkeiten. Diese EU-Unterwerfung würde jährlich 1,4 Milliarden Franken kosten und das ist auch eine gewaltige Last, die da getragen werden muss. Und ich sage Ihnen, und das ist ein entscheidender Punkt, den wir noch viel zu wenig... hier berücksichtigen in der Schweiz, was die Medien auch noch weitgehend ausblenden, so sie denn nicht ohnehin mit wehenden Fahnen in die EU streben, soll diese Frau die Schweiz regieren? Soll diese Frau die Schweiz regieren? Ursula von der Leyen hat eine steile Karriere und sieben Kinder, aber keine Wähler. Die EU-Verträge öffnen ihr die Tore nach Bern. Das ist die entscheidende Frage, meine Damen und Herren, in der Schweiz. Und da müssen Sie sich, da müssen wir uns Rechenschaft ablegen. Wollen wir, dass diese Frau und die von ihr vertretenen Institutionen in der Schweiz diesen gewaltigen Einfluss bekommen? Möchten Sie, dass in Zukunft die direkte Demokratie zurückgefahren wird auf einen ganz kleinen Bezirk, auf das die EU mit ihren rechtlichen Direktiven ein viel grösseres Gewicht in der Schweiz erhält? Möchten Sie, dass in der Schweiz künftig, ohne dass wir uns noch wirklich wehren können, die EU die Gesetze erlässt, dass Volksabstimmungen zur blossen Folklore werden, zum unwürdigen Akt, denn sie können, ist dieser Vertrag einmal unterschrieben, nicht mehr frei abstimmen in der Schweiz. Denn es heisst dann immer, ja, wenn sich die Schweiz dann gegen diese Rechtsübernahme wehrt, dann kommt das vor das Gericht der Gegenpartei, den EU-Gerichtshof, ein Gerichtshof, der übrigens gar kein unabhängiger Gerichtshof ist. sondern den Auftrag hat, die Unifizierung, wenn man so will, die Zentralisierung der Europäischen Union und ihrer Institutionen voranzutreiben, dann kommt das vor diesen Gerichtshof und der kann die Schweiz dann verurteilen und Sanktionen verhängen, schönfärberisch genannt, Ausgleichsmaßnahmen. Das ist das Ende der direkten Demokratie, das ist auch das Ende unseres eben antizentralistischen Staatsaufbaus, das ist das Ende. der Schweiz, meine Damen und Herren. Diese Frage müssen wir uns ernsthaft stellen. Und wenn Sie sich darüber hinaus die Frage stellen, ja, so schlimm kann das ja nicht sein, wie das der Köppel da darlegt, denn sonst wären ja nicht so viele Parteien und Bundesräte dafür. Das ist jetzt die typische Übertreibung da aus der Küche der Zürcher SVP. Das kann man ja so nicht zum N-Wert nehmen. Da muss ich Ihnen sagen, das ist falsch, diese Annahme. Man muss sich hier nämlich ganz... realistisch die Frage stellen, richtigerweise, warum sind denn eigentlich so viele Politiker in der Schweiz für diesen Unterwerfungsvertrag? Und ich kann es Ihnen sagen, weil dieser Vertrag im Interesse der Klasspolitik ist. In der EU haben die Politiker viel mehr zu sagen und das Volk fast nichts. Und das ist das Vertragte, das ist das Fatale an der EU, sie ist ein Sehnsuchtsort für die Politiker, wo sich die Politiker zur Geltung bringen können, wo die Politiker... sich nach vorne auf den roten Teppichen drängen können, wo die Politiker das Heft in der Hand haben, aber nicht mehr sie, nicht mehr wir, wo die Volksrechte nichts mehr gelten. In der EU ist die Politik am Drücker, aber der Bürger spielt kaum mehr eine Rolle. Eine interessante Frage, Frau von der Leyen ist ja auch nie gewählt worden, in dem Sinn, sie ist ernannt worden, funktionärsartig. Und das ist ein... Riesenthema, dessen ist man sich in der Schweiz viel zu wenig bewusst, dass die EU für die Klasspolitik ein Versprechen ist, für das Volk hingegen ein Fluch, weil die direkte Demokratie, weil die Volksrechte leiden. Das ist der entscheidende Punkt. Wenn wir es personifizieren, kommt das auf die Frage herunter. Das muss man deutlich herausstreichen, soll diese Frau die Schweiz regieren. regieren. Und diese EU-Frage Bestimmt natürlich auch die Innenpolitik und sie bestimmt eine Partei, die an einer Schnittstelle, an einem Bruchpunkt dieser Politik sich jetzt befindet. Mit grosser Unentschlossenheit, ich würde vielleicht fast sogar von Panik sprechen, die freisinnig-demokratische Partei der Schweiz, die FDP. Die FDP ist in einer Art Sinnkrise angelangt. An einem … Wendepunkt, wo sie aber nicht weiss, wie sie sich orientieren soll. Und Ausdruck dieser Orientierungs- und Sinnkrise ist die Tatsache, dass die FDP keinen Präsidenten findet. Thierry Burckhardt hat sich mit sicherem Gespür rechtzeitig abgeseilt, aus der Position zurückgezogen, weil er natürlich spürt, dass diese EU-Frage die Partei zu zerreissen droht. Offiziell ist die FDP für den Unterwerfungsvertrag der EU, der die Schweiz und das Erfolgsmodell, das gerade die FDP aufgebaut hat bei der Staatsgründung 1848, dass dieses Erfolgsmodell zerstören würde. Und die FDP ist abstruserweise für diesen Vertrag. Es gibt Abweichler, es gibt auch andere Stimmen, aber führende Exponenten, auch der FDP, zum Beispiel Simon Michel, der Unternehmer, er weibelt auf allen Kanälen für diesen Unterwerfungsvertrag. Und das hat... Thierry Burckhardt gemerkt, er weiss, wenn wir für diesen Vertrag sind, werden wir bei den nächsten Wahlen ganz massiv abgestraft. Aber gleichzeitig sind so viele Exponenten der FDP innerhalb der Partei für diesen Vertrag. Also wie kann man das lösen? Und das grosse Problem, das man hier eben lösen müsste, heisst Kursbereinigung. Man müsste eine klare Position definieren, aber da fehlt die Kraft. Die Entschlossenheit offensichtlich und deshalb hat sich Thierry Burckhardt, auch deshalb hat sich Thierry Burckhardt sicherlich zurückgezogen. Jetzt finden sie niemanden. Und was passiert, wenn man niemanden findet? Ja, dann kommt die Doppelspitze. Das ist die institutionalisierte Unentschlossenheit. Sie haben jetzt gehört, dass der Benjamin Mühlemann und die Susann-Vinzenz Stauffacher sich jetzt gemeinsam diese Spitze teilen wollen. Herr Müllemann ist eher skeptisch, was diesen Rahmenvertrag angeht. Und Frau Vinzenz Stauffacher ist dafür. Also, weil man keine Entscheidung treffen will, nimmt man einfach zwei Chefs, die das Ganze dann irgendwo im Wagen, im Ungefähren, im Nebulösen versickern lassen. Das ist eine Partei, die nicht mehr den Mut hat, Partei zu ergreifen. Und eine Doppelspitze, das funktioniert sowieso nie, weil Verantwortung lässt sich nicht teilen. Heute Morgen ein Interview in der Neuen Zürcher Zeitung mit den beiden. Ein sehr einfühlsames, zuvorkommendes Interview, das die heiklen Punkte im Grunde ausspart. Sie werden schon etwas angesprochen, duschiert, aber man lässt sich da in Ruhe. Die Neue Zürcher Zeitung ist ja seit vielen, vielen Jahren sozusagen das Parteiorgan der FDP. Debatten und Probleme, vor allem auch im Zusammenhang mit der Europafrage, bilden sich ja auch in der Neuen Zürcher Zeitung immer wieder ab. Die Stadt Zürich schottet sich ab. Die Stadt Zürich wird zur uneinnehmbaren Festung. Es ist heute eigentlich fast unmöglich, in die Stadt Zürich hineinzufahren. Weder mit dem Auto schaffen sie es, auch mit dem öffentlichen Verkehr wird es immer schwieriger. Mit dem Zug geht es doch, vielleicht mit dem Velo. Und jetzt lesen wir heute Morgen, dass die Stadt Zürich für 350 Millionen Franken Velowege bauen will. Das ist unglaublich. Die Velostadt Zürich werden Sie beispielsweise in Asien beobachten können. Das sind die 90er und 2000er Jahre, beispielsweise in einer Stadt wie Saigon, Ho Chi Minh Stadt. Noch viele Radfahrer vielleicht nicht, aber... Motorradfahrer unterwegs waren vielleicht in den 90er und 80er Jahren sehr viele Velofahrer. Dann haben sie heute nun Autos, Ausdruck des wirtschaftlichen Aufstiegs. Jetzt in der Schweiz geht es in die Gegenrichtung. Vom Auto kommen wir zurück, steigen wir um zum Velo. Also das rot-grüne Freilichtmuseum, wie es leibt und lebt. Dann auf jetzt auch zahlreichen Medienplattformen interessant der Postchef. Konzernleiter Alex Glanzmann warnt, die Bundespolitik möchte der Post verbieten, in Markt- und privatwirtschaftliche Märkte einzudringen, ein Konkurrenzverbot, um eben die Marktwirtschaft spielen zu lassen. Und dagegen wehrt sich der Postchef aus liberaler Warte, müssen Sie da einfach festhalten, das ist richtig. Ich meine, die Post kann doch nicht ihre faktische Staatsgarantie. ihre staatliche Besitzerstruktur gewissermassen, ihre staatliche Stellung missbrauchen, um in der Privatwirtschaft Konkurrenz zu machen. Das ist ja eine Verwahrlosung der marktwirtschaftlichen Ordnung in der Schweiz und die Marktwirtschaft ist ja eine Stütze unseres Landes. Und man muss die Marktwirtschaft pflegen und nicht in Richtung einer Staatswirtschaft gehen. Klar, im Interesse einer Post wäre es natürlich, wenn man den Vorteil der staatlichen Bindung den Service Public hat auf der anderen Seite und mit dieser Trumpfkarte natürlich auch in den privaten Märkten dann wildern kann. Aber es wäre eine Verwahrlosung. Es ist eine Verwahrlosung der marktwirtschaftlichen Ordnung in der Schweiz. Weiterhin Gerangel und Anbiederung im Zusammenhang mit dem... geplanten Gipfel zwischen den Präsidenten Putin und Selenskyj. Die Schweiz, das Aussenministerium, Ignacio Cassis drängen sich da nach vorne. Ich habe es gestern schon ausführlich dargelegt. Die Schweiz verdient diesen Gipfel nicht. Und jetzt auch diese Spitzkehren und Anpassungen und Verrenkungen des Aussenministers ändern daran nichts. Die Schweiz hat ihre Neutralität gegenüber Russland teilweise preisgegeben in diesem Krieg. und darum ist sie eben auch nicht mehr von Nutzen in diesem Friedensprozess. Und das müssen wir uns auch klar machen. Man kann nicht den Fünfer und Zweckli haben. Also den Fünfer, dass man sich da eben auch kraftlos anbietet bei diesem Moralismus-Mainstream, bei dieser ganzen aussenpolitischen Aufrüstung sozusagen der Gefühle gegen Russland, bei den Sanktionen mitmachen kann. Da wollen wir auf der richtigen Seite, auf der Siegerseite stehen. Das jetzt allerdings die Verliererseite ist. Aber gleichzeitig wollen wir immer noch neutral sein. Das funktioniert nicht. Letzter Punkt ist mir aufgefallen heute Morgen im Tagesanzeiger. Das ist ja auch spannend. Die übernehmen jetzt also die Wortregelungen, die Sprachregelungen aus Deutschland. Es gibt die demokratischen Parteien und es gibt die rechtspopulistischen Parteien. Also die sogenannten rechtspopulistischen Parteien, die zwar kräftig gewählt werden, zum Beispiel in Italien die Regierung stellen, das sind eben keine demokratischen Parteien. Demokratisch sind nur die Parteien. die eben ganz undemokratisch alle Andersdenkenden für nichtdemokratisch erklären. Das ist sozusagen jetzt auch drin, voll eingeschliffen im Sprachgebrauch des Tagesanzeigers. Und ist klar, da wird dann mit allen möglichen abfälligen Titeln schon daran gearbeitet. Ich lese dann den zweiten, hier die Schlagzeile. Wie die AfD am rechten Rand den Erfolg fand, eine neue Doku zeigt, wie die Rechtspartei immer radikaler wird. Ah, sie wird immer radikaler. Aber es werden doch immer mehr Deutsche gemäss Umfragen. Würden die AfD wählen, werden also die Deutschen immer radikaler. Oder ist es vielleicht so, dass die Politik des Mainstreams immer radikaler falsch wird, sodass sich eine Normalität dagegen erhebt, gegen eine radikal falsche Politik, die im Namen einer gar nicht mehr vorhandenen Mehrheit... ausgeübt wird, das sind ja die Fragen, aber sie spüren das, oder das ist der rechte Rand. Lese ich eigentlich mal in unseren Zeitungen auch, dass es den linken Rand gibt, dass zum Beispiel in der SP oder bei den Grünen Linksradikale am Werk sind. Nein, darüber lesen sie natürlich nichts, aber bei den Rechten, so bald sie nicht links sind, und das ist das Fatale, auch in Deutschland sind sie automatisch rechts oder gerade rechtsextrem. Das ist die Verwahrlosung der Sprache, hinter der natürlich auch eine Verwahrlosung. des Denkens steht. Meine Damen und Herren, ganz herzlich willkommen, ganz herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich melde mich gleich wieder zurück mit der internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily. Bis dann, einen schönen Tag und geniessen Sie, wenn es soweit ist, das kommende Wochenende. Merci vielmals.
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