Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Unternehmer schlägt Staat: Familiäres BMW-Bollwerk trotzt dem Auto-Wahnsinn

Während Europas Autoindustrie sich selbst zerlegt, fährt ein Hersteller allen davon: BMW.

Volkswagen erstickt in Bürokratie und Fehlentscheidungen, Mercedes verliert sich in Elektro-Experimenten, Stellantis spart sich kaputt – und in München?

Da glänzt die Bilanz: 1,21 Millionen BMWs, Minis, Rolls-Royces sind im ersten Halbjahr 2025 beim Kunden gelandet, ein annähernd stabiler Absatz im Vergleich zum Vorjahr. Die Ebit-Marge im Automobilsegment liegt bei 6,2 Prozent und wird gehalten, was den wenigsten derzeit gelingt.

ANNA SZILAGYI / KEYSTONE
epa12367218 A BMW iX3 is seen with the Opera House in the background at the IAA Open Space in the city center at the International Motor Show Germany IAA Mobility 2025 in Munich, Germany, 10 September 2025
ANNA SZILAGYI / KEYSTONE

Das Erfolgsrezept dahinter? Es ist die Eigentümerstruktur. Hinter dem Konzern steht die Familie Quandt: Mit fast 47 Prozent ist sie die bestimmende Kraft. Kein Staat, keine Fonds, keine Managerzirkus-Aktiengesellschaft. Sondern die Verantwortung liegt in Familienhand. BMW denkt nicht in Quartalen, sondern in Generationen.

Die Quandts glauben, dass der Beste gewinnt. Dogmen gibt es nicht. Während Brüssel mit Verboten und Planwirtschaft die Elektromobilität verordnet, halten sie an Technologieoffenheit und Fortschritt fest. Die Münchner bauten den i3, als andere noch über Steckdosen lachten. Heute haben sie eine komplette E-Flotte – und gleichzeitig die effizientesten Verbrenner im Premiumsegment.

Die Zukunft heisst «Neue Klasse». Ab sofort rollen Autos auf den Markt, die Elektromobilität und Digitalisierung neu definieren – aber nicht als Verzichtsvehikel, sondern als echte BMWs: sportlich, elegant, technisch überlegen. Wer in Schanghai, Dallas oder München Auto fährt, will eben nicht nur ein Smartphone auf Rädern, sondern ein Stück Lebensgefühl. Es heisst «Freude am Fahren».

Klingt altmodisch? Mag sein. Aber es verkauft sich.

Während Tesla Mühe hat, neue Modelle zu entwickeln, und chinesische Plastik-Boliden nach drei Jahren müde wirken, liefert BMW Präzision, Ingenieurskunst und eine Marke, die seit hundert Jahren Bestand hat. Während Europas Politiker die Autoindustrie strangulieren und Manager an Visionen scheitern, bleibt BMW standhaft. Familienkapital schlägt Staatsbeteiligung. Immer wieder.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.