Nicolás Maduro hat sich erstmals seit seiner Festnahme durch US-Spezialkräfte zu Wort gemeldet. Laut einem Video der Regierungspartei PSUV zitierte sein Sohn den Ex-Präsidenten mit den Worten: «Uns geht es gut. Wir sind Kämpfer.» Auch seine Ehefrau Cilia Flores sei wohlauf. Wie die Welt berichtet, soll die Botschaft an Anwälte im Gefängnis in New York übermittelt worden sein.
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Der frühere venezolanische Machthaber war gemeinsam mit seiner Frau vor rund einer Woche bei einem Militäreinsatz in Caracas festgenommen und in die USA gebracht worden. Dort soll ihm wegen «Drogenterrorismus» der Prozess gemacht werden – ein Vorwurf, der bereits seit Jahren im Raum steht, nun aber juristisch aufgearbeitet werden soll.
In Caracas selbst scheint der Rückhalt für Maduro zu bröckeln. Während seine Anhänger am Wochenende zu Protesten aufriefen, blieben hochrangige Vertreter der Regierung demonstrativ fern. Lediglich rund tausdend Menschen versammelten sich in der Hauptstadt, deutlich weniger als bei früheren Unterstützerkundgebungen. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez liess sich nicht blicken – sie hielt stattdessen eine Fernsehansprache auf einer Landwirtschaftsmesse, in der sie erklärte: «Ich werde keine Minute ruhen, bis wir unseren Präsidenten wiederhaben».
Auch das internationale Klima bleibt angespannt: Während Caracas offiziell eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Washington anstrebt, forderte das US-Aussenministerium am Wochenende seine Bürger zur «unverzüglichen Ausreise» aus Venezuela auf – wegen der Sicherheitslage und gezielter Durchsuchungen durch bewaffnete Milizen.