Produktion, Konsum und Beschlagnahmungen von Kokain haben 2023 historische Höchststände erreicht. Dies geht aus dem Welt-Drogenbericht 2025 des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor.
Demnach stieg die illegale Kokainproduktion im vergangenen Jahr auf 3708 Tonnen – ein Plus von fast 34 Prozent gegenüber 2022. Auch die globalen Beschlagnahmungen legten deutlich zu und erreichten mit 2275 Tonnen einen Rekordwert. Die Zahl der Konsumenten stieg von 17 Millionen im Jahr 2013 auf nunmehr 25 Millionen Menschen.
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UNODC-Chefin Ghada Waly erklärte: «Drogenkartelle passen sich an, nutzen globale Krisen aus und nehmen zunehmend verwundbare Bevölkerungsgruppen ins Visier.» Die Kokainmärkte breiten sich laut Bericht rasant nach Asien und Afrika aus. Gewalt und Konkurrenzkämpfe, die einst Lateinamerika prägten, griffen nun auf Westeuropa über – mit wachsendem Einfluss von Gruppen aus dem Westbalkan.
Der Bericht warnt zudem vor den enormen gesellschaftlichen, ökologischen und sicherheitspolitischen Kosten, die der weltweite Drogenhandel verursacht. Ein umfassender und koordinierter Ansatz sei nötig, um kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, so Waly.
Neben Kokain verzeichnet auch der Markt für synthetische Drogen weiterhin ein Wachstum. Die Zahl der Nutzer illegaler Drogen insgesamt lag 2023 laut UNODC bei 316 Millionen Menschen – 6 Prozent der Weltbevölkerung im Alter zwischen 15 und 64 Jahren.