Die Vereinten Nationen arbeiten nach anfänglicher Kritik nun mit dem von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrat zusammen. «Wir arbeiten aktiv mit den vom Board of Peace geschaffenen Strukturen zusammen», sagte UN-Generalsekretär António Guterres dem Portal Politico.
Ziel der Kooperation ist der Wiederaufbau des kriegszerstörten Gazastreifens, insbesondere die Finanzierung und Umsetzung von Wohn- und Infrastrukturprojekten für die palästinensische Bevölkerung. Dieses Ziel sei vom UN-Sicherheitsrat definiert und gebilligt worden, betonte Guterres. Zugleich grenzte sich der UN-Chef von weitergehenden Ambitionen des Gremiums ab. «Alles andere ist jetzt ein persönliches Projekt von Präsident Trump, bei dem er die volle Kontrolle über alles hat», sagte er. Dies sei «kein wirksamer Weg», um globale Krisen zu lösen.
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Der Friedensrat wurde im September 2025 von Trump als Alternative zu bestehenden internationalen Institutionen gegründet. Eine Mitgliedschaft setzt Beiträge in Milliardenhöhe voraus. Mehrere westliche Staaten sowie Russland und China sind dem Gremium bislang nicht beigetreten.
Unterdessen legte der Friedensrat der Hamas Insidern zufolge einen Plan zur Entwaffnung vor. Dieser wurde vergangene Woche in Kairo übergeben. Die Hamas lehnt eine Niederlegung der Waffen bislang ab. Vermittler erklärten, es gebe einen ausgearbeiteten Rahmen. «Er liegt nun auf dem Tisch», schrieb der Gaza-Gesandte Nikolaj Mladenow auf X. Die Entscheidung über eine vollständige Entwaffnung stehe aus.