Schauspieler Mike Müller, der seine Karriere den Plattformen des zwangsgebührenfinanzierten Staatsfunk verdankt (v.a. «Giacobbo/Müller» auf SRF), behauptet auf dem Kurznachrichtendienst X, dass Walliser Männer als potenzielle Gewalttäter gegen Frauen besonders in Frage kämen.

Damit reagiert der Staatskomiker auf einen Artikel des Walliser Journalisten Hubert Mooser, der in seinem Weltwoche-Artikel Aussagen des Walliser SVP-Nationalrats Michael Graber aufgegriffen hat, wonach Gewalt an Frauen vor allem ein Problem von muslimischen Männern sei.
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Wie Müller auf diese unhaltbare und diskriminierende Behauptung kommt, ist unklar. Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) zwischen 2019 und 2023 zeigen indes deutlich: Bei Tötungsdelikten in der Partnerschaft handelt es sich bei 59 Prozent der Tatverdächtigen um Ausländer.
Mit 1,7 pro 100.000 Einwohner weisen ausländische Männer laut BfS zudem eine rund 2,8 Mal höhere Belastungszahl auf als Schweizer Männer (0,6). Auch bei Tötungsdelikten im familiären Umfeld sind Ausländer häufiger tatverdächtig als Schweizer.
Im ausserhäuslichen Bereich sprechen die Zahlen des BfS ebenfalls eine klare Sprache. Während sich bei den vollendeten Tötungsdelikten der Anteil der Täter zwischen Schweizern (61) und Ausländern (65) knapp die Waage hält, ist es bei den versuchten Tötungsdelikten klar: 477 Mal waren es Ausländer, 267 Mal Schweizer.