Der Kreml schliesst Gespräche mit der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas kategorisch aus. «Weder werden wir jemals etwas mit ihr besprechen, noch werden die Amerikaner etwas mit ihr besprechen, und das ist offensichtlich», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax.
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Peskow attackierte darüber hinaus die gesamte EU-Führung scharf. Diese bestehe aus «ungebildeten, inkompetenten Funktionären, die nicht in die Zukunft schauen können» und die Mechanismen der heutigen politischen Realität nicht verstünden. Darunter leide das gesamte internationale System der Beziehungen, so der Kremlsprecher. Mit Blick auf Kallas fügte er hinzu: «Was tun? Man muss nur warten, bis sie geht.»
Kallas hatte zuvor im Zusammenhang mit möglichen Waffenstillstands-Verhandlungen in der Ukraine gefordert, den Druck auf Russland durch weitere Sanktionen zu erhöhen. Moskau hat die frühere estnische Ministerpräsidentin 2024 auf eine Fahndungsliste gesetzt und wirft ihr vor, an der Entfernung sowjetischer Denkmäler beteiligt gewesen zu sein.
Zuletzt fanden Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand ohne offizielle Beteiligung der EU statt. Vertreter der USA, Russlands und der Ukraine verhandelten in Abu Dhabi.