Zufall ist das nicht, und in Winterthur merkt es jeder und jede. Die Gewerkschaften und im Hintergrund die SP versuchen gegenwärtig mit schmutzigen Tricks, einen FDP-Kandidaten als Stadtpräsidenten zu verhindern. Ziel ist es, auf diese Weise der eigenen SP-Kandidatur zum Sieg zu verhelfen.
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Exakt auf dem Höhepunkt des Wahlkampfs wird Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) mit einem Streik der Busfahrer konfrontiert. Fritschi amtet politisch als Vorsteher der technischen Betriebe. Die Winterthurer Busfahrer haben ihren «Warnstreik» exakt in die Woche vor dem Wahltag des 8. März gelegt.
Gegenkandidat des Bürgerlichen Stefan Fritschi im Kampf um die Nachfolge des beliebten Stadtpräsidenten Michael Künzle (Mitte) ist SP-Stadtrat Kaspar Bopp. Wie Fritschi in einem Interview mit Tamedia berichtet, suchte er das Gespräch mit den Chauffeuren am Busbahnhof. Teilweise vermummte (!) Aktivisten – wohl aus dem in Winterthur notorisch bekannten linksextremen Milieu – störten den Dialog. Als einer von ihnen Stadtrat Fritschi als «Sauhund» betitelte, verliess dieser den Ort der Schande.
Der so Geschmähte vermutet, dass die ihm unbekannten Aktivisten möglicherweise im Stundenlohn arbeiten. Fritschi hatte der Gewerkschaft VPOD Gespräche nach den Wahlen angeboten. Dennoch wurde der wohlvorbereitete Warnstreik in die Woche vor den Wahlen gelegt. Ein gezielter Vorstoss der SP-Fraktion im Stadtparlament vom Montag zeigte, dass die Partei gut vorbereitet und in engem Austausch mit den Streikenden beziehungsweise den Gewerkschaften ist.
Dass der Kandidat Stefan Fritschi die Durchführung von Warnstreiks und die erpresserische Androhung von Streiks als ausgesprochen unfair beurteilt, ist nachvollziehbar. Zumal der durchschnittliche Jahreslohn eines Winterthurer Chauffeurs mit 85.000 Franken durchaus anständig zu nennen ist. An der SP und deren Kandidat Kaspar Bopp läge es jetzt, sich von den unsauberen Winkelzügen zu distanzieren und zu einem fairen Wahlkampf aufzurufen.