Eine Mehrheit der Deutschen teilt die Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz, wonach die AfD eine «gesichert rechtsextremistische» Partei ist. Laut einer INSA-Umfrage im Auftrag der Bild-Zeitung halten 61 Prozent der Befragten die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla für rechtsextremistisch. Nur 31 Prozent widersprechen dieser Bewertung, 8 Prozent zeigten sich unentschlossen.
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Der Nachrichtendienst stufte die AfD jüngst offiziell als «gesichert rechtsextremistisch» ein – mit der Begründung, die Partei habe eine «menschenwürdeverachtende, extremistische Prägung». Doch die politische Schockwelle bleibt offenbar aus: 79 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, ihre Meinung über die AfD habe sich dadurch nicht geändert. Lediglich zehn Prozent erklärten, die Einschätzung des Verfassungsschutzes habe ihr Bild von der Partei verändert.
Ein Verbot der Partei befürwortet knapp die Hälfte der Befragten: 48 Prozent sprechen sich für ein Verbot der AfD aus, 37 Prozent lehnen es ab. Bemerkenswert ist dabei die Einschätzung der möglichen Konsequenzen eines solchen Schrittes: 39 Prozent glauben, ein Verbot würde der Demokratie eher schaden. Nur 35 Prozent sehen darin einen demokratischen Gewinn, 16 Prozent erwarten keine Auswirkungen.