Die AfD unter Alice Weidel baut ihren Vorsprung in den Umfragen weiter aus – vor allem dank enttäuschter ehemaliger Wähler der Volksparteien. Laut einer aktuellen Insa-Erhebung liegt die AfD in der Sonntagsfrage bei 26 Prozent – ein neuer Höchstwert. Die Union folgt knapp dahinter mit 24,5 Prozent, die SPD abgeschlagen mit 14 Prozent, berichtet das Portal Apollo News.
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19 Prozent der Wähler, die in der Vergangenheit CDU oder CSU gewählt haben, wollen dies künftig nie wieder tun. Bei der SPD liegt dieser Wert sogar bei 20 Prozent. Von den ehemaligen Unionswählern, die ihrer Partei endgültig den Rücken kehren, geben 39 Prozent an, nun AfD wählen zu wollen. Auch 34 Prozent der SPD-Abtrünnigen zieht es zu den Deutschalternativen. Mehr als jeder Fünfte dieser Gruppe würde hingegen erneut für die Union stimmen.
Der Frust über die etablierten Parteien treibt die Wähler in Scharen zur AfD – und das bei gleichzeitiger Stabilität ihrer Kernklientel. Nur 5 Prozent der Befragten geben an, früher AfD gewählt zu haben und dies heute kategorisch auszuschliessen.
Die Umfrage zeigt auch, wie stark die traditionellen Parteien an Bindungskraft verlieren. 13 Prozent der einstigen Grünen-Wähler haben ihrer Partei endgültig abgeschworen, bei der FDP sind es 9 Prozent, bei der Linken 6 Prozent.
Besonders hart trifft es das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW): 3 Prozent der Wähler, die im Februar noch BSW gewählt hatten, lehnen die Partei nun ab – das entspräche mehr als jedem Zweiten von damals.