Die SPD fällt in Umfragen weiter zurück, während die AfD zur Union aufschliesst – zugleich rechnet ein erheblicher Teil der Bevölkerung mit einem vorzeitigen Ende der Bundesregierung. Dies geht aus einer Insa-Umfrage im Auftrag von Bild sowie dem ZDF-«Politbarometer» hervor.
Demnach erwarten 41 Prozent der Befragten ein vorzeitiges Aus der schwarz-roten Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz, während 38 Prozent vom Fortbestand bis 2029 ausgehen.
Kay Nietfeld/DPA/Keystone
Parallel verschärft sich die Lage für die SPD in den Wählerumfragen. Im «Politbarometer» fällt die Partei auf 13 Prozent und erreicht damit ihren tiefsten je gemessenen Wert in dieser Erhebung. CDU/CSU und AfD liegen mit jeweils 26 Prozent gleichauf, wobei die AfD zuletzt zulegen konnte. Die Grünen kommen auf 15 Prozent, die Linke auf 10 Prozent.
Auch die Parteiführung steht unter Druck. Eine deutliche Mehrheit der Befragten traut den Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas nicht zu, die SPD aus der Krise zu führen. Selbst unter den eigenen Anhängern überwiegt die Skepsis.
Inhaltlich zeigt sich die Partei gespalten: Während ein Teil der Anhänger einen stärker linken Kurs fordert, spricht sich ein ähnlich grosser Anteil dagegen aus.